VIELE FÄLLE

Feuerwehr kämpft mit Bränden in der Landwirtschaft

Strohmieten, Ställe, Scheunen, Silos, Strohpressen, Getreidefelder: Derzeit muss die Feuerwehr zu zahlreichen Bränden in der Landwirtschaft ausrücken.
Matthias Stiel Matthias Stiel
Die Feuerwehren in der Region haben derzeit mit vielen Bränden in der Landwirtschaft zu tun.
Die Feuerwehren in der Region haben derzeit mit vielen Bränden in der Landwirtschaft zu tun. NK-Archiv / Collage Daniel Focke
Neubrandenburg.

Die Landwirte haben im Sommer nur kurze Zeitfenster, um das Getreide trocken von den Feldern zu bekommen. Aktuell gibt es so ein Zeitfenster, überall sind die Maschinen im Einsatz. Kein Wunder also, dass es auch zu mehr Vorfällen im Zusammenhang mit der Landwirtschaft kommt.

Ganz aktuell ist auf einem abgeernteten Getreidefeld bei Gustävel (Ludwigslust-Parchim) am Donnerstagabend eine Strohpresse komplett abgebrannt. Verletzt wurde dabei niemand, jedoch entstand ein Sachschaden in Höhe von 40.000 Euro. Nach derzeitigen Erkenntnissen war ein Stein in die Presse geraten, wodurch sich Maschinenteile erhitzten. Dadurch kam es offenbar zum Ausbruch des Feuers.

In Altenhof ist ebenfalls in der Nacht auf Freitag eine Feldsteinscheune in Flammen aufgegangen. In ihr waren Stroh- und Heuballen, Anhänger und landwirtschaftliche Geräte gelagert worden. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.

Strohpressen in Brand

Bereits am Abend zuvor wurde eine Strohpresse bei Feldarbeiten in Neu-Damerow (Goldberg) durch ein Feuer zerstört worden. Auslöser für den Brand war offenbar eine technische Ursache. Der eingetretene Schaden wurde zunächst auf 15.000 Euro beziffert. Mehrere Feuerwehren aus der Region kamen zum Löscheinsatz.

Bei Templin geriet bereits am Dienstag eine Strohpresse in Brand. Schwerstarbeit für die Feuerwehr und den Landwirt, denn Stroh im Inneren der Maschine flammte immer wieder auf.

Feuer im Kuhstall – Tiere sterben

Dramatisch war ein Brand in einem Kuhstall im Rubkower Ortsteil Buggow (Vorpommern-Greifswald). Mehrere Tiere starben. Die rund 200 Kühe, die nach dem Brand ohne Obdach waren, sind jetzt in einer Notunterkunft untergebracht.

Ein Brand auf dem Milchhof Blumenthal bei Ferdinandshof hat am Dienstag eine Miete zum großen Teil zerstört. Die Feuerwehren hatten es beim Feuer der Roggensilage-Miete mit schwierigen Bedingungen zu tun, denn über dem gesamten Gebiet hatte sich dichter giftiger Qualm ausgebreitet.

10 Hektar Getreide vernichtet

Ebenfalls am Dienstag hat ein Getreideschlag zwischen KirchPoppentin und Göhren-Lebbin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gebrannt. Nachdem im Motorraum eines Traktors, der zum Korn abfahren eingesetzt worden war, ein Feuer ausbrach, geriet auch der Stoppelacker und das ungemähte Korn in Brand. Rund 10 Hektar Getreide wurden vernichtet. Es entstand ein Schaden von etwa 15.000 Euro.

Der Brand einer Strohmiete zwischen Teterow und Güstrow stellte die Feuerwehr am Dienstag vor Probleme. Denn weil das Stroh immer wieder aufflammte, wurde das Löschwasser knapp.

In Gustebin (Ortsteil von Wusterhusen im Landkreis Vorpommern-Greifswald) standen bereits Anfang August hunderte Heuballen in Flammen. Der Sachschaden wurde auf 300.000 Euro geschätzt.

StadtLandKlassik - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage