CORONA-KRISE

Fieber-Tests an Schulen und Kitas in MV

Mecklenburg-Vorpommern rüstet sich für den ersten Corona-Winter. Mit einem 10-Punkte-Plan will die Landesregierung das Virus unter Kontrolle halten. Dazu zählt auch ein Pilotprojekt.
Trat am Montagmittag nach dem MV-Gipfel vor die Pesse: MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).
Trat am Montagmittag nach dem MV-Gipfel vor die Pesse: MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). ZVG
Schwerin.

Die Aufrechterhaltung des Regelbetriebs an Schulen und Kindergärten genießt in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin oberste Priorität. Das machte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Montagmittag im Anschluss an den MV-Gipfel deutlich. Damit in der Erkältungs- und Grippe-Saison möglichst kein Kind mit Fieber in den pädagogischen Einrichtungen herum läuft, will die MV-Regierung unmittelbar nach den Herbstferien ein Pilotprojekt starten. In jedem Landkreis und in den kreisfreien Städten sollen an jeweils einer Schule und einer Kita Fieber-Tests mit den Kindern und Schülern durchgeführt werden.

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„Die Test finden auf freiwilliger Basis statt”, machten Schwesig und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) deutlich. Als Vorbild dienten asiatische Länder, wo solche Fieber-Tests regelmäßig flächendeckend stattfinden. Das Land MV möchte moderne Fiebermessgeräte anschaffen, um das Projekt zuverlässig durchzuziehen. Das Pilotprojekt soll bis zum Ende diesen Jahres laufen.

Die Sicherung des Schul- und Kitaalltags ist ein wichtiger Baustein eines am Dienstag verabschiedeten 10-Punkte-Plans der Landesregierung. Neben den bereits bekannten Maßnahmen wie Abstand halten, Hygiene einhalten und Alltagsmaske tragen – die sogenannten AHA-Regeln – setzt die Schwesig-Administration auf konsequentes Lüften auch im Herbst und Winter, eine Teststrategie mit stationären und mobilen Zentren vor allem für Lehrer, Erzieher und medizinisches Personal, eine möglichst hohe Rate bei der Grippeschutzimpfung, um Erkältungen und Grippe von einer Corona-Erkrankung zu unterscheiden und ein großes Winterwirtschaftsprogramm. Letzteres umfasst noch einmal zusätzliche 100 Millionen Euro, die die Landesregierung zur Verfügung stellt, um Arbeitsplätze und Unternehmen sicher durch den ersten Corona-Winter zu bringen.

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Kommentare (1)

Lüften der Räume (wurde das noch nie in den Wintermonaten getan?). Fehlt noch der lustig-teure Tipp: Grippe mit Impfstoff ausrotten. Hoffentlich gibt es aus Kostengründen nicht die Einfach-Grippeschutzimpfung statt der Dreifach-Schutzimpfung. Die Vierfachschutzimpfung bei Grippe zahlen die Krankenkassen sowieso nicht, die muss Bürger selbst zahlen. 2017 gab es dieses Grippeschutzimpf-Desaster, herbeigeführt durch die Krankenkassen. Über die Anzahl der Grippetoten 2017/18 dürfen wir nicht reden, weil die Grippe-Verharmloser in der Mehrzahl sind.