EXPLOSIVER FANG

Fischkutter zieht 250-Kilo-Mine aus der Ostsee

Fischer haben am Neujahrstag eine 250 Kilo schwere Weltkriegsmine aus der Ostsee gezogen. Mit der rostigen Waffe an Bord liefen sie dann in ihren Hafen ein.
Fischer haben am Neujahrstag diese Ankertaumine aus der Ostsee gezogen.
Fischer haben am Neujahrstag diese Ankertaumine aus der Ostsee gezogen. Wasserschutzpolizei Rostock
Heiligendamm ·

Fischer haben am Neujahrstag eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegs-Mine aus der Ostsee gezogen. Sie war der Besatzung eines Fischkutters ins Netz gegangen, was die Fischer etwa 1,5 Seemeilen vor Heiligendamm bemerkten, wie die Wasserschutzpolizei am Freitag mitteilte.

Laut den Angaben eines Polizeisprechers schickte der Schiffsführer Fotos und Videos der Mine an die Polizei, die sie wiederum an den Munitionsbergungsdienst weiterleitete. Dieser stellte fest, dass es sich um eine Ankertaumine handelt, an der sich kein Zünder mehr befindet. Der Fischkutter erhielt die Erlaubnis, mit der rostigen Waffe an Bord zu seinem Liegeplatz im Hafen von Kühlungsborn einzulaufen.

150 Kilogramm Sprengstoff

Dort wurden die Fischer von der Wasserschutzpolizei in Empfang genommen, die den Liegeplatz landseitig sicherte, bis auch der Munitionsbergungsdienst eintraf. Dieser barg schließlich die 250 Kilogramm schwere Kriegswaffe, in der sich den Angaben zufolge noch rund 150 Kilogramm Sprengstoff befinden sollen.

Am späten Nachmittag sei der Einsatz beendet gewesen, so die Polizei.

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