Trend in MV bemerkbar

Flüchtlingszahlen sind deutlich gesunken

Seit dem Schließen der sogenannten Balkan-Route kommen viel weniger Flüchtlinge. Das spüren auch die Behörden in MV.
dpa
7000 Menschen stellten 2015 einen Asylantrag im Nordosten.
7000 Menschen stellten 2015 einen Asylantrag im Nordosten. Harald Tittel
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Schwerin.

Im vergangenen Jahr haben nach Angaben des Innenministeriums gut 7000  Menschen in Mecklenburg-Vorpommern einen Asylantrag gestellt. Damit sank die Zahl der Antragsteller im Vergleich zum Jahr davor auf gut ein Drittel.

2015 hatte es infolge des Syrienkrieges und anhaltender Konflikte vor allem im Mittleren Osten und in Afrika mit rund 19 000 Registrierungen die bislang größte Zahl von Asylbewerbern im Land gegeben. Damals waren pro Monat teilweise mehr als 4000  Flüchtlinge in MV angekommen. Der Großteil zog in andere Bundesländer weiter, schätzungsweise ein Viertel der Menschen blieb in MV.

Laut Innenministerium lebten Ende November rund 7500 Personen, die Zuwendungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhielten, in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes oder Gemeinschaftsunterkünften der Kommunen sowie dezentral in dafür angemieteten Wohnungen. Nach positivem Abschluss des Asylverfahrens erhalten Flüchtlinge reguläre Sozialleistungen und fallen aus dieser Statistik heraus.

Knapp 700 abgelehnte Asylbewerber gingen zurück in die Heimat

Laut Ausländerzentralregister lebten Ende 2016 knapp 1300 ehemalige Asylbewerber noch mit einer Duldung in Mecklenburg-Vorpommern. Bei weiteren 3000 bestand nach Ablehnung ihrer Anträge oder Einstellung der Verfahren Ausreisepflicht.

Fast 700 abgelehnte Asylbewerber gingen im Jahresverlauf freiwillig in ihre Herkunftsländer zurück, unter anderem nach Albanien, in die Ukraine, nach Serbien und Syrien.

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