AUßERSCHULISCHE KULTURELLE BILDUNG

Förderprogramm für benachteiligte Kinder soll bekannter werden

Die Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen aus der Gesellschaft kann für sie Folgen bis weit ins Erwachsenenalter nach sich ziehen. Das Programm „Kultur macht stark MV“ will vorbeugend eingreifen.
dpa
In der evangelischen Südstadtgemeinde Rostock proben Kinder ein Schattenspiel für das interkulturelle Theaterprojekt „Babel – Freundschaft ist Kunst”. Ein Förderprogramm für benachteiligte Kinder und Jugendliche soll Projekte wie dieses unterstützen.
In der evangelischen Südstadtgemeinde Rostock proben Kinder ein Schattenspiel für das interkulturelle Theaterprojekt „Babel – Freundschaft ist Kunst”. Ein Förderprogramm für benachteiligte Kinder und Jugendliche soll Projekte wie dieses unterstützen. Bernd Wüstneck
Rostock.

Die Servicestelle „Kultur macht stark MV“ in Rostock will ein Programm zur Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen bekannter machen. Das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesbildungsministeriums werde in Mecklenburg-Vorpommern schon gut angenommen, sagte Christoph Martin Schmidt von der Servicestelle. „Aber wir sind dafür da, dass das Programm noch bekannter wird und die Gelder ins Land zu holen.“ Am kommenden Donnerstag ab 11 Uhr informiert die Servicestelle in Rostock (Friedrichstraße 23, Rostock) über Möglichkeiten der Förderung.

Die Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen ist ein Schwerpunkt der Bildungspolitik in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern. Entsprechend hoch sind die Fördertöpfe, auf die außerschulische Bildungseinrichtungen bei entsprechender Eignung zugreifen können, sagte Schmidt. Dabei gebe es kaum inhaltliche Begrenzungen: Geeignet seien Projekte aus dem gesamten Sozial-, Kultur- und Bildungsbereich. „Ziel ist es, allen Kindern gleichermaßen die Chance auf kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.“

Grundlage sei das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, mit dem seit 2013 lokale Bündnisse bei der Umsetzung von außerschulischen Projekten der kulturellen Bildung unterstützt werden. Das Programm läuft noch bis 2022.

Pro Bündnispartner – das seien meist gemeinnützige Vereine und Initiativen oder teilweise auch Kommunen – könnten zwischen 3000 und 80000 Euro ausgeschüttet werden, berichtete Schmidt. „Es geht also nicht um ein paar Hundert Euro. Es geht um auskömmlich finanzierte Projekte.“ Es sei das am besten ausgestattete Programm in Deutschland für diesen Bereich. Die Projekte müssten für 3- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche ausgerichtet sein. Der besondere Vorteil sei, dass der meist teuerste Teil der Bildung – die Kosten für die hoch qualifizierten Fachkräfte – zu 100 Prozent gefördert werden. „Deshalb fließen 80 Prozent der abgerufenen Gelder in die Dozentenhonorare.“

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