Schiffshavarie
Frachter vor Warnemünde auf Grund gelaufen

Drei Schlepper manövrierten das havarierte Schiff in den Überseehafen.
Drei Schlepper manövrierten das havarierte Schiff in den Überseehafen.
Stefan Tretropp

Auf der Ostsee vor Rostock-Warnemünde ist am Donnerstagmorgen ein finnischer Frachter havariert und hat so den Fährverkehr blockiert. Schuld war vermutlich ein Ruderausfall.

Ein 139 Meter langes Frachtschiff ist am Donnerstagmorgen vor der Ostmole in Warnemünde nach einer Havarie auf Grund gelaufen. Das unter finnischer Flagge fahrende Frachtschiff stand nach dem Unfall zwischen den beiden Molenköpfen quer und versperrte so die Zufahrt zum Seehafen.

Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei mitteilte, kam es am frühen Morgen bei Dunkelheit zu dem Unglück. Bei dem 139 Meter langen und 23 Meter breiten Schiff mit dem Namen „Bore Bank” war es während der Fahrt mutmaßlich zu einem Ruderausfall gekommen. In diesem Zustand trieb es in Richtung der Ostmole ab, wo es auf Grund lief. Der Kapitän verständigte Hilfskräfte, um das nicht mehr fahrtüchtige Schiff abzuschleppen.

Nach Polizeiangaben kam es zu keinem Wassereinbruch an Bord, Verletzte habe es nicht gegeben. Drei Schlepper eilten sofort zur Hilfe. Zwei von ihnen schleppten den Frachter heckseitig frei, während der dritte am Bug half. Nach rund einer Stunde war der Frachter befreit und konnte langsam in den Überseehafen manövriert werden.

Die Wasserschutzpolizei wird dort die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufnehmen. Aufgrund der Hafenblockade durch das quer stehende Schiff kam auch der Ostseefährverkehr zum Erliegen. Fähren mussten auf offener See warten.