Klage abgewiesen

Frau will Entschädigung für geschenktes Dieselauto

Eine Neubrandenburgerin bekam einen VW von ihrem Mann geschenkt. Ein paar Jahre später verlangte sie vor Gericht 4250 Euro Schadensersatz. Das ging nach hinten los.
Eine Frau bekam von ihrem Mann einen VW Passat geschenkt. Ein paar Jahre später forderte sie Schadensersatz.
Eine Frau bekam von ihrem Mann einen VW Passat geschenkt. Ein paar Jahre später forderte sie Schadensersatz. Symbolfoto/Holger Hollemann
Neubrandenburg

Wer ein Diesel-Auto geschenkt bekommen hat, der hat keinen Anspruch auf Entschädigung im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal unabhängig vom Hersteller und der Automarke. Das hat das Amtsgericht Neubrandenburg jetzt festgelegt. Anlass war die Klage einer Autofahrerin aus Neubrandenburg. Die Frau hatte 2011 einen VW Passat Kombi von ihrem Mann geschenkt bekommen. Dieser Wagen mit modernem Turbodieselantrieb kostete damals rund 17.000 Euro als Gebrauchtfahrzeug.

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Als ein paar Jahre später die Betrugsvorwürfe wegen der Abgaswerte bekannt und Klagen gegen die Hersteller gestellt wurden, wurde auch bei dem Wagen der Frau aus Neubrandenburg ein Software-Update realisiert. In dem Zuge verlangte die Klägerin nun vor Gericht 4250 Euro an Schadensersatz vom Autokonzern. Sie war der Meinung, dass der Wert ihres Wagens nun deutlich gemindert worden sei.

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In dem Gerichtsverfahren wurden sich beide Seiten nicht einig. So musste die Neubrandenburger Richterin nun ein Urteil fällen. Es lautet: Die Klage wird abgewiesen. Der Autobesitzerin aus der Vier-Tore-Stadt sei – weil es ja ein Geschenk war – kein echter Schaden entstanden. Im Gegenteil: Wie im Gericht üblich, muss die Klägerin nun die Kosten des Verfahrens tragen.

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