GEGEN WINDKPARKS

Freier Horizont peilt Direktmandate an

Die Partei bereitet sich auf den Wahlkampf vor und will mit drei Themenfeldern punkten. Kritisiert wird die fehlende Kreativität der Landesregierung im Umgang mit Corona.
Ein Windpark bei Parchim. Die Partei Freier Horizont bereitet sich auf den Wahlkampf vor.
Ein Windpark bei Parchim. Die Partei Freier Horizont bereitet sich auf den Wahlkampf vor. Jens Büttner
Neubrandenburg ·

Mit deutlicher Kritik an der Corona-Politik der Landesregierung ist die Partei Freier Horizont in den Wahlkampf gestartet. „Da ist viel schiefgegangen”, sagte Co-Vorsitzender und Spitzenkandidat Heiko Böhringer nach dem Parteitag in Warnemünde. Die Ministerpräsidentin habe oft mit dem Finger auf andere gezeigt. Gleichzeitig sei aber versäumt worden, rechtzeitig eine Teststrategie zu entwickeln.

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Das habe der Freie Horizont schon im November gefordert. Es fehle bis heute an Kreativität im Umgang mit dem Corona-Virus, so der Vorwurf. Entstanden aus dem Protest gegen einen überdimensionierten Bau von Windparks will die Partei bei den Wählern auch mit anderen Themen der Landesentwicklung punkten. „Hier wurde in den vergangenen Jahren vieles vernachlässigt”, so Böhringer.

Die Digitalisierung ist eine Chance für MV

Die Digitalisierung biete die einmalige Chance, Mecklenburg-Vorpommern als Ort zum Arbeiten und Wohnen im Grünen zu etablieren. Neben der Entwicklung des ländlichen Raums zählten zu den drei herausgehobenen Themenfeldern im Wahlprogramm Umweltschutz und Energieversorgung sowie Bildung und Kultur, erklärte er im Nordkurier-Gespräch. „Wir sind zu 100 Prozent eine Partei für Mecklenburg-Vorpommern und wollen Lösungen anbieten”, sagte er.

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Seinen Angaben zufolge rechnet sich die Partei, die derzeit im Land in vier Kreistagen vertreten ist, im September Chancen auf ein oder zwei Direktmandate aus. Böhringer bleibt angesichts der Fünf-Prozent-Hürde für einen Einzug in den Landtag aber realistisch: „Wir wollen wenigstens ein Prozent aller Stimmen holen.” Unterstützt werde die Partei im Wahlkampf vom Aktionsbündnis Freier Horizont, das unter anderem Bürgerinitiativen gegen die Windkraft vereint.

+++ Andere gehen in Flammen auf. +++

Der Freie Horizont habe eine paritätisch besetzte Landesliste aufgestellt, betonte der Parteichef. Der Projektingenieur führt mit der Lehrerin Kerstin Scholze Zimmermann die 15-köpfige Liste an, gefolgt vom Tierarzt Norbert Schumacher und der Diplom-Agrarökonomin Anette Selinski. Der Parteitag habe unter Corona-Bedingungen im Technologiepark Warnemünde stattgefunden und mit Schnelltests der 22 Teilnehmer begonnen.

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Kommentare (3)

eine Alternative!

haben die Entschlossenheit der Deutschen zur Energiewende nicht begriffen. Schon in weniger als zwei Jahren haben wir kein einziges AKW mehr. Der meiste Wind weht nun mal im Norden!

Nachdem rot rot grün schwarz uns hier als Umweltsünder ausgemacht haben sollten wir endlich klare Kante zeigen. Die CO2 Steuer zahlen hauptsächlich Menschen im ländlichen Raum. Und Warum? Lebt jemand umweltschädlicher weil er sein Kind zum Sportverein fährt? Hier wird die Windenergie erzeugt. Und was haben wir davon? Nix. Berlin produziert kaum Ökostrom. Und warum profitiert die Stadt von der CO2 Steuer? Wenn die Bundesländer mit Verschmutzungszertifikaten handeln würden ging es uns und der Umwelt besser.