CORONAVIRUS

Friseure in MV wieder geöffnet – Termine teils erst ab Juni

Die Friseursalons in MV waren wegen der Corona-Pandemie sechs Wochen geschlossen. Jetzt haben die Friseure wieder geöffnet, aber ohne eine Termin geht nichts und die sind schwer zu bekommen.
dpa
Während die Friseursalons wegen der Corona-Pandemie geschlossen waren, dürften die Haare der meisten Menschen um etw
Während die Friseursalons wegen der Corona-Pandemie geschlossen waren, dürften die Haare der meisten Menschen um etwa zwei Zentimeter gewachsen sein. Jens Büttner
Auch Yvonne Gossau in Greifswald darf wieder Kunden frisieren. In den Salons gilt wie im Handel auch Maskenpflicht.
Auch Yvonne Gossau in Greifswald darf wieder Kunden frisieren. In den Salons gilt wie im Handel auch Maskenpflicht. Jens Büttner
Schwerin.

Die Friseursalons haben am Montag nach wochenlanger Schließung auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder aufgemacht – Kunden mit coronabedingt langen Haaren müssen sich jedoch auf Wartezeiten einstellen. Viele Salons hätten die Termine für den gesamten Mai schon vergeben und seien bei der Vergabe bereits im Juni.

Ohne vorherige Anmeldung gehe die Chance bedient zu werden, gegen Null, sagte die Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes im Friseurhandwerk, Gabriela Glävke-Münkwitz, in Rostock. Die Branche zählt nach Angaben der beiden Handwerkskammern landesweit etwa 1270 Betriebe, die jedoch nur zum Teil auch dem Innungsverband angehören.

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Maskenpflicht und Schutzabstand

Die Betriebsinhaber hätten sich gut auf die Öffnung unter den besonderen Hygienevorschriften vorbereitet. „Es gibt auch den Plan B, dass ein Kunde mal ohne den vorgeschriebenen Mundschutz erscheint und einen vom Friseur bekommt”, sagte Glävke-Münkwitz. In den Salons gelten Maskenpflicht und 1,50 Meter Schutzabstand zwischen Kunden. Wartebereiche und Spielecken wurden abgeschafft, Haare dürfen nur noch nass geschnitten werden.

Angesichts der strengen Vorgaben, die auch Parallelarbeit nicht mehr zulassen, könnten die Kapazitäten in den Salons bei weitem nicht ausgeschöpft und die Verluste der zurückliegenden Wochen so auch nicht kompensiert werden. „Die Löcher lassen sich wohl nicht mehr stopfen”, konstatierte Glävke-Münkwitz.

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Jeder Dritte will bald nach Wiederöffnung zum Friseur

Die hygienischen Auflagen seien in Corona-Zeiten verständlich, führten aber auch zu einem wesentlich höheren Zeit- und Kostenaufwand für die Unternehmen, sagte der Rostocker Handwerkskammer-Präsident Axel Hochschild. Dennoch wertete er den Re-Start im Friseurhandwerk als wichtigen Impuls. „Wir freuen uns sehr, dass nach einer wirtschaftlich harten Zeit – vor allem in diesem Gewerk – die handwerklichen Betriebe wieder ihre Arbeit aufnehmen können”, betonte Hochschild bei einem Besuch in einem Greifswalder Salon. Die vergangenen Wochen ohne fachmännische Haarpflege hätten vielen vor Augen geführt, dass nicht jedes Ansetzen der Schere zu zufriedenstellenden Ergebnissen führe.

Jeder dritte Bundesbürger will bald nach Wiederöffnung zum Friseur. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. „Ich habe mir schon einen Termin besorgt”, sagen 10 Prozent. 4 Prozent wollten sich einen Termin besorgen, konnten aber keinen mehr bekommen. Rund jeder siebte Bundesbürger sagt von sich, Friseurbesuche während der Corona-Krise „sehr vermisst” (15 Prozent) zu haben, „eher vermisst” sagen 28 Prozent. Männern – von ihnen vermissten 47 Prozent das Haareschneiden und -pflegen – fiel die friseurlose Zeit schwerer als Frauen. Bei diesen vermissten 40 Prozent ihre Friseurbesuche „sehr” oder „eher”.

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