DÜRRE VERSCHÄRFT SICH

Frühling in MV startet mit zu wenig Wasser

Schnee und Regen der vergangenen Monate haben nicht gereicht, die Defizite der letzten drei Dürrejahre in MV auszugleichen. In einigen Seen ist der Wasserstand besonders niedrig.
Die Müritz am Hafen von Waren: Urlauber und Touristen fehlen zu Ostern und der Wasserstand ist auch besonders niedrig.
Die Müritz am Hafen von Waren: Urlauber und Touristen fehlen zu Ostern und der Wasserstand ist auch besonders niedrig. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg ·

Mecklenburg-Vorpommern geht nach drei Dürrejahren in Folge erneut mit vergleichsweise niedrigen Wasserständen in die Sommersaison. Die Niederschläge im Winter haben nach Angaben des Umweltministeriums in Schwerin für die Gewässer im Nordosten nur eine leichte Entspannung gebracht. Zwar habe es im Januar und Februar leicht überdurchschnittliche Niederschläge gegeben. Damit seien die Defizite der Vergangenheit jedoch nicht ausgeglichen worden. Mit einer Regeneration der Grundwasserspeicher sei dadurch nicht zu rechnen, so die Behörde.

Der Müritz fehlen 37 Zentimeter

Besonders deutlich seien daher die Auswirkungen der Trockenheit bei den stark vom Grundwasser abhängigen Standgewässern und den Mecklenburger Oberseen zu erkennen. Mit einem Wasserstand von 183 Zentimetern am Leitpegel Waren/Müritz Ende März fehlten 37 Zentimeter zum Zielwasserstand von 220 Zentimetern, der Anfang April eines jeden Jahres angestrebt werde.

Im Fall des Schweriner Sees sei die Situation nicht so kritisch. Hier wurde laut Ministerium das gewöhnliche Stauziel um 4 Zentimeter überschritten. An den Fließgewässern wurden den Angaben zufolge zum 30. März überwiegend Pegel deutlich unterhalb des Mittelwasserdurchflusses gemessen. Das Defizit lag bei einer Spanne zwischen einem Drittel und mehr als der Hälfte der üblichen Wassermenge.

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Keine Entspannung in Sicht

Mit deutlicher Entspannung der Gesamtsituation in Mecklenburg-Vorpommern sei ohne überdurchschnittliche Niederschläge nicht zu rechnen, stellte das Ministerium fest. Eher müsse von einer Verschärfung der gegenwärtigen Lage ausgegangen werden. Dies sei darin begründet, dass die Vegetationsperiode derzeit beginnt und der April historisch betrachtet einer der trockensten Monate des Jahres ist.

Umweltminister Till Backhaus wies vor diesem Hintergrund besorgt auf die notwendigen Maßnahmen des Gewässerschutzes hin: „Angesichts der trockenen Sommer müssen wir, wie schon in den letzten Jahren, starke Anstrengungen unternehmen, das Wasser im Land und sauber zu halten.“

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Kommentare (1)

Wisst ihr vom NK was Dürre ist? Dann fahrt mal in die Mongolei. Und macht nicht so ein Drama. Ist es nicht Corona, dann ist das die Geflügelpest. Berichterstattung als Bild.