MACHTKAMPF

Führende AfD-Funktionäre waren laut Holger Arppe im Bordell

Nach dem Ausschluss aus der AfD erhebt Holger Arppe schmutzige Beschuldigungen: Es geht um einen Bordellbesuch anderer Parteimitglieder und rassistische Beleidigungen. Die Beschuldigten widersprechen.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Der Rostocker Landtagsabgeordnete Holger Arppe wurde aus der AfD ausgeschlossen. Nun beschuldigt er führende Parteimitglieder, ein Bordell besucht zu haben.
Der Rostocker Landtagsabgeordnete Holger Arppe wurde aus der AfD ausgeschlossen. Nun beschuldigt er führende Parteimitglieder, ein Bordell besucht zu haben. Jens Büttner
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Schwerin.

Schweres Geschütz im parteiinternen AfD-Machtkampf: Landtagsabgeordneter Holger Arppe beschuldigt mehrere ehemalige Fraktionskollegen, ein Bordell in Schwerin besucht zu haben. Arppe war vor einer Woche aus der Partei ausgeschlossen worden, weil er zu brachialer Gewalt gegen Andersdenkende aufgerufen haben soll.

Auf seiner Internetseite schreibt der Ex-Landesvorsitzende nun: „Stellen Sie sich vor, Sie hätten sich im vergangenen Frühsommer nach einem guten Abendessen ahnungslos einer Gruppe von Fraktionskollegen angeschlossen und wären plötzlich in einem bekannten Schweriner Bordell gelandet, wo vor allem junge Brasilianerinnen ihre Dienste anbieten.”

Für ihn als homosexuell empfindenden Mann sei das ein eher ungewohnter Ort gewesen, um den versprochenen Absacker zu genießen. Dort hätten man dann mit ansehen können, „wie verheiratete Familienpolitiker und -väter bei Tageslicht sich nun hier im schummerigen Licht eines Puffs ein paar Pillen einwerfen und zweifelhaften Vergnügungen nachgehen”. Auch hätte man erleben können, wie einer davon lautstark verkündet habe, dass er „eigentlich keine dreckigen Negerfotzen ficken würde”. Arppe will gegen seinen Parteiausschluss vor dem Bundesschiedsgericht der AfD vorgehen.

Fraktionssprecher: „Das ist absurd”

„Nein das ist keine Fiktion”, sagte Arppe am späten Montagabend dem Nordkurier. Einer der mutmaßlichen Bordellbesucher sei ein führender Funktionär (Name dem Nordkurier bekannt). Ein Fraktionssprecher verwies auf eine Sitzung der AfD-Abgeordneten am Mittwoch. Dort werde die Sache zur Sprache gebracht. Der namentlich genannte Funktionär und auch andere hätten Arppes Darstellung aber schon als „absurd” zurückgewiesen.

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Kommentare (3)

Selbst wenn es stimmt, ist ein Vorwurf nicht angemessen und das Wort schmutzig auch nicht. Käufliche Liebe, Prostitution schließlich sind Dinge, die nicht verboten sind. Mir gefällt es auch nicht, kann aber daran nichts ändern. Aber dass der Nordkurier sich hier quasi Kritik übender Weise in die Angelegeneiten von AfD- Mitgliedern einmischt, das wundert mich schon sehr.
Und der homosexuell empfindende Herr Arppe hätte sich doch sicher abseilen können von der Truppe, wenn deren Unternehmen ihm zuwider war.
Über den kann ich nur lachen...

Der Nordkurier macht das so wie die Mainstream-Medien gegenüber Donald Trump mit seiner Porno Affäre. Den meisten Amerikaner interessiert das recht herzlich wenig, da zählt nur die harte America First Linie. Bei den etablierten Systemparteien hierzulande sieht es bei weitem noch viel schlimmer aus, nur müssen diese gedeckt werden. Wenn hier erstmal die Pizza Gate Partys auffliegen, dann können sich einige Damen und Herren vom International Rotary Club schon mal warm anziehen.

Schön, daß es mit dem homosexuell empfindenden Herrn noch Menschen gibt, die auch z.B. osteuropäischen Strichern vorurteilsfrei die Hand, oder was auch immer, reichen und sich damit so wunderbar von der Masse der Frauenausbeuter distanzieren.