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Geburtenstation Crivitz schließt erneut tagelang

Zum 30. Juni soll die Geburtshilfe in Crivitz endgültig schließen. Doch bereits jetzt kann der Betrieb nicht zuverlässig sichergestellt werden.
dpa
Der Krankenhauskonzern Mediclin steht in MV stark in der Kritik, weil der Konzern die Geburtshilfe in Crivitz zum 30. Juni end
Der Krankenhauskonzern Mediclin steht in MV stark in der Kritik, weil der Konzern die Geburtshilfe in Crivitz zum 30. Juni endgültig schließen will. Jens Büttner
Crivitz.

Der Krankenhauskonzern Mediclin schließt in seiner Klinik in Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) die Geburtenstation von Mittwoch bis nächsten Dienstag, 6.00 Uhr. „Bereits zum dritten Mal diesen Monat muss das Krankenhaus am Crivitzer See den Betrieb der Geburtshilfe sowie des Kreißsaals aus personellen Gründen vorübergehend abmelden”, teilte Mediclin am Dienstag mit. Werdende Mütter wurden gebeten, auf umliegende Kliniken auszuweichen. 

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Mediclin steht in Mecklenburg-Vorpommern stark in der Kritik, weil der Konzern die Geburtshilfe in Crivitz zum 30. Juni endgültig schließen will. Dazu gibt es bereits eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat. Der Mutterkonzern Asklepios plant, die Geburtshilfe im rund 20 Kilometer entfernten Parchim zu konzentrieren, wo er ein Krankenhaus betreibt.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchimm hat Interesse am Kauf des Crivitzer Krankenhauses angemeldet. Ein Konzept wurde entwickelt, das dem Kreistag am 4. Juni zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Zum Inhalt wollte ein Landkreissprecher am Dienstag jedoch nichts sagen.

 

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