Acht Unfälle
Gefährliche Straßenglätte: Sperrung von A20 und A14 aufgehoben

Auf der A14 bei Jesendorf kamen auf einer zugefrorenen Brücke in beiden Fahrtrichtungen mehrere Autos ins Rutschen, drehten sich und prallten in die Leitplanken.
Auf der A14 bei Jesendorf kamen auf einer zugefrorenen Brücke in beiden Fahrtrichtungen mehrere Autos ins Rutschen, drehten sich und prallten in die Leitplanken.
Stefan Tretropp

Auf der A20 und der A14 haben Straßenglätte und nicht angepasste Geschwindigkeit jeweils für mehrere Unfälle gesorgt. Die Autobahnen waren mehrere Stunden voll gesperrt.

Am Sonntagmorgen kam es auf den Autobahnen A20 und A14 innerhalb kurzer Zeit zu insgesamt acht glättebedingten Unfällen. Die Polizei sperrte die Strecken und bat alle Fahrzeugführer ihre Geschwindigkeit sowie ihre Fahrweise an die aktuellen Witterungsverhältnisse anzupassen.

Zwischen 5.40 Uhr und 6.35 Uhr gab es vier Unfälle auf der A20, eine Person wurde dabei schwer, drei weitere leicht verletzt. Der Sachschaden war erheblich. Ein 32-jähriger Fahrzeugführer aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg hatte zwischen den Anschlussstellen Bobitz und Grevesmühlen in Richtung Lübeck nicht die Straßenverhältnisse beachtet. Auf der Talbrücke Poischower Mühlenbach geriet sein Wagen aufgrund von überfrierender Nässe ins Schleudern, stieß in die Mittelschutzplanke und blieb auf der Fahrbahn stehen.

Ein 60-jähriger Fahrzeugführer aus dem Landkreis Rostock krachte mit seinem Auto in den Unfallwagen. Noch während der Unfallaufnahme ereigneten sich auf gleicher Höhe in Richtung Rostock in kürzester Zeit drei weitere Unfälle. Auch hier waren der Witterung nicht angepasste Geschwindigkeit und überfrierende Nässe die Ursache.

Bei einem der Unfälle wurde ein 56-Jähriger aus dem Kreis Ratzeburg schwer verletzt und im Auto eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite ihn aus dem Wagen. Seine 56-jährige Beifahrerin wurde leicht verletzt. Beide kamen ins Krankenhaus. Weitere vier Beteiligte wurden leicht verletzt und vor Ort behandelt. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf etwa 50.000 Euro. Vier Feuerwehren der benachbarten Gemeinden, mehrere Notarztwagen, Rettungswagen, die Autobahnmeisterei Upahl sowie Abschleppunternehmen waren im Einsatz.

Unfälle auf der A14

Etwa eine Stunde nachdem der letzte Unfall auf der A20 bekannt geworden war, ereigneten sich auf der A14 fast zeitgleich insgesamt vier Unfälle zwischen dem Kreuz Wismar und der Anschlussstelle Jesendorf. Betroffen waren auch hier beide Fahrtrichtungen. Beteiligt waren vier Fahrzeuge, die nach Kollisionen mit den Schutzplanken teils auf der Fahrbahn oder am Fahrbahnrand zum Stehen kamen.

Auch diese Unfälle ereigneten sich auf beziehungsweise in der Nähe einer Autobahnbrücke. Verletzt wurde bei diesen Unfällen niemand. Insgesamt entstand ein Sachschaden von mindestens 30.000 Euro. Die A20 und die A14 waren über mehrere Stunden hinweg zeitweise voll gesperrt. Es wurde weiträumig ab- und umgeleitet.

Dieser Artikel wurde am Sonntag, 28. Oktober, mehrfach aktualisiert.

Kommentare (2)

Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren! Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, kann sicherlich drüberfliegen!

Die Glätte kam vollkommen Überraschend, nicht vorhersehbar, wie jedes Jahr Ende Oktober.