ACHTUNG

Gefahr für Wildunfälle steigt nach Zeitumstellung

Mit der Zeitumstellung kann es wieder vermehrt zu Wildunfällen kommen, sagen Experten. Das Innenministerium gibt Tipps für den Fall, dass plötzlich ein Reh am Straßenrand steht.
dpa
Der Berufsverkehr fällt nach der Zeitumstellung eher mit der besonders aktiven Phase von Wildtieren zusammen, daher steigt die Gefahr für Unfälle (Symbolbild).
Der Berufsverkehr fällt nach der Zeitumstellung eher mit der besonders aktiven Phase von Wildtieren zusammen, daher steigt die Gefahr für Unfälle (Symbolbild). Heiko Schulze
Schwerin.

Kraftfahrer sollten besonders vorsichtig in die neue Woche starten: Nach der Zeitumstellung vom Wochenende steige die Gefahr von Wildunfällen, warnt die Deutsche Wildtierstiftung. Der Berufsverkehr falle dann mit der Dämmerung und somit mit den besonders aktiven Phasen der Tiere zusammen.

„Da hilft nur aufpassen und Fuß vom Gas”, sagte Michael Teich, Sprecher von Innenminister Lorenz Caffier (CDU). „Wildunfälle wird man leider nicht wirklich vermeiden können.” Jeder Kraftfahrer könne betroffen sein – unabhängig von seiner Erfahrung und seinem Können.

Mehr Wildunfälle

Die Zahl der Wildunfälle in Mecklenburg-Vorpommern hat zugenommen. Im vergangenen Jahr krachte es landesweit 15.458 Mal – mehr als 800 Mal mehr als 2016. Meist blieb es bei kleineren Blechschäden – in 15.304 Fällen, wie es hieß.

Allerdings kamen auch bei 141 Wildunfällen Menschen zu Schaden, 13 Fälle wurden als „Schwerwiegender Unfall mit Sachschaden” in die Statistik aufgenommen. Von Januar bis August dieses Jahres wurden bereits 8866 Wildunfälle registriert. 89 Menschen wurden verletzt, einer starb.

Wildunfälle vermeiden

Autofahrer sollten immer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten, bremsbereit sein und die Seitenstreifen im Blick behalten, sagte Ministeriumssprecher Teich. „Taucht Wild am Straßenrand auf, kann man versuchen, es durch lautes Hupen auf die Gefahr aufmerksam zu machen und vom Straßenrand zu vertreiben.”

Die Scheinwerfer aufzublenden, bewirke eher das Gegenteil: Zum einen könne der Gegenverkehr dadurch geblendet werden und zum anderen könne das grelle Licht die Tiere verwirren und ihnen jede Orientierungsmöglichkeit nehmen. „Oft entsteht erst dadurch wirklich eine Gefahr.” Zu beachten sei auch, dass einem Tier, das die Straße überquert, oft weitere folgten.

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