ENTE INFIZIERT

Geflügelpest in Wismar nachgewiesen

Bei einer Ente in Wismar hat sich der Verdacht auf die Vogelgrippe bestätigt.
Simon Voigt Simon Voigt
dpa
Eine Ente (Symbolbild)
Eine Ente (Symbolbild) Tim Brakemeier
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Wismar.

Bei einer Ente wurde am Freitag in Wismar die Geflügelpest nachgewiesen. Es handele sich um das hochpathogene Influenza-A-Virus des Subtyps H5, teilte das Landwirtschaftsministerium in Schwerin am Sonnabend mit. Die Ente gehöre zu einer kleinen Geflügelhaltung, bei der einige Tiere Anzeichen einer Atemwegserkrankung gezeigt hätten.

Die Proben wurden im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems untersucht. Die Forscher dort bestätigten den Verdacht auf Geflügelpest.

Das zuständige Veterinäramt des Kreises Nordwestmecklenburg habe bereits die erforderlichen Maßnahmen nach der Geflügelpest-Verordnung veranlasst, heißt es vom Ministerium. Demnach werde am Montag der Landkreis weitere Informationen bekannt geben. Die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor der Vogelgrippe seien in Geflügelbetrieben "unbedingt einzuhalten", betonte das Ministerium.

Letzter gemeldeter Fall im März

In den vergangenen Monaten war es ruhig geworden um die hochansteckende Tierseuche. Der letzte Eintrag beim FLI geht auf einen Ende März gemeldeten Fall in Schleswig-Holstein zurück.

Mit etlichen Ausbrüchen in Geflügelhaltungen und Zoos bundesweit hatte es 2016/2017 die größte bisher dokumentierte Serie von Geflügelpest in Deutschland gegeben. Europaweit waren rund 30 Staaten betroffen. Davor hatte der Erreger in Asien und Russland grassiert.

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