HUNDERTTAUSENDE EURO

Geldspritze für Führerscheine in Feuerwehren

Stell dir vor, es brennt, und keiner fährt hin. Das könnte daran liegen, dass bei der Feuerwehr niemand einen Lkw-Führerschein hat. Nach dem Willen der Regierung soll sich das bald ändern.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Gerade die kleinen Feuerwehren haben oft Probleme, ausreichend Mitglieder mit einem Lkw-Führerschein zu finden.
Gerade die kleinen Feuerwehren haben oft Probleme, ausreichend Mitglieder mit einem Lkw-Führerschein zu finden. eyetronic - Fotolia.com
Schwerin.

Die rot-schwarze Landesregierung macht 400.000 Euro locker, um die Freiwilligen Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern zu unterstützen. Das Geld soll in den Erwerb von Lkw-Führerscheinen fließen. Der Vorstoß der CDU-Fraktion im Landtag fand in den laufenden Haushaltsberatungen für die kommenden beiden Jahre jetzt auch die Zustimmung der SPD. Entsprechende Informationen des Nordkurier bestätigte am Donnerstag CDU-Fraktionschef Vincent Kokert.

Gerade die kleinen Feuerwehren auf dem Land haben oft Probleme, ausreichend Mitglieder mit einem Lkw-Führerschein zu finden. Für den einzelnen ehrenamtlichen Helfer handelt es sich dabei ja auch immer um eine finanzielle Frage. „Um einen flächendeckenden Brandschutz gewährleisten zu können, ist nicht nur die Ausrüstung mit moderner Technik nötig. Da hat sich in den vergangenen Jahren viel entwickelt”, so Kokert.

Linke: Sondertopf für Feuerwehren entpuppt sich als PR-Fonds

Vor große Probleme würden die Wehren jedoch durch das zunehmende Fehlen eines Lkw-Führerscheins bei den Kameraden gestellt, da diese altersbedingt ausscheiden oder jüngere Leute heute seltener eine entsprechende Fahrerlaubnis besitzen.

Der Landtag muss erst noch über den Doppelhaushalt 2018/19 endgültig entscheiden. Das ist vermutlich im Dezember der Fall. Die 400.000 Euro sollen aus dem so genannten Strategiefonds kommen. Die linke Opposition im Parlament hatte in der Vergangenheit immer wieder Kritik daran geübt, wie rot-schwarz mit dem Fonds umgeht. „Mit einer Strategie hat der Sondertopf wenig zu tun. Stattdessen entpuppt er sich als PR-Fonds. Aus diesem sollen nämlich insbesondere Einzelvorhaben von SPD und CDU sowie plötzliche Eingebungen von Ministern bedient werden“, so die finanzpolitische Sprecherin der Fraktion, Jeannine Rösler.

Lesen Sie mehr zum Thema am Freitag im Nordkurier.

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