Islamismus

Geplanter Terroranschlag in Hamburg – Die Spur führt nach MV

In Hamburg konnte offenbar ein islamistischer Terroranschlag verhindert werden. Die Spur der Täter führt nach Mecklenburg-Vorpommern und auch der Terror vom 11. September spielt dabei eine Rolle.
dpa
In Hamburg konnte offenbar ein geplanter islamistischer Terrorakt verhindert werden. Die Polizei ermittelt nun gegen die T&aum
In Hamburg konnte offenbar ein geplanter islamistischer Terrorakt verhindert werden. Die Polizei ermittelt nun gegen die Täter. Die Spur führt sie auch nach Wismar (Symbolfoto). Christian Charisius
Hamburg

Die Hamburger Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen islamistischen Terroranschlag in der Hansestadt verhindert. Dabei wurde nach Behördenangaben ein 20 Jahre alter Deutsch-Marokkaner mit Verbindung nach Wismar verhaftet. Die Verhaftung sei bereits am 26. August erfolgt, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Freitag. „Wir haben es hier mit einem sehr, sehr ernsthaften Vorgang zu tun.”

Studienkolleg in Wismar – Lebensmittelpunkt in Hamburg

Der Mann hatte den Angaben zufolge an einem Studienkolleg in Wismar teilgenommen und hat dort noch eine Wohnung. Sein Lebensmittelpunkt befinde sich jedoch in Hamburg.

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Er hatte demnach versucht, eine Pistole und eine Handgranate zu kaufen und war dabei an einen verdeckten Ermittler geraten. Bei der Durchsuchung einer von ihm genutzten Wohnung seien Chemikalien für den Bau eines Sprengsatzes gefunden worden, sagte Grote – darunter ein Kilogramm Kaliumnitrat, ein Kilogramm Schwefel und ein halbes Kilo Holzkohlestaub sowie mehrere Hundert Schrauben und Muttern. Nach Polizeiangaben hätte eine solche Bombe „erhebliche oder sogar tödliche Verletzungen” verursachen können.

Vater des Verdächtigen half beim Terror vom 11. September

Der 20-Jährige, der in Untersuchungshaft sitzt, sei der Sohn eines den Hamburger Behörden seit langem bekannten Islamisten, sagte der Leiter der Staatsschutzabteilung im Landeskriminalamt (LKA), Claus Cortnumme. Der marokkanische Vater sei ein Mitverantwortlicher der Al-Quds-Moschee gewesen, in der sich vor den Anschlägen vom 11. September 2001 die Angehörigen der Hamburger Terrorzelle um Mohammed Atta getroffen hatten.

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2016 zog die Familie den Angaben zufolge von Hamburg-Billstedt nach Marokko, wo der jetzt Festgenommene seinen Schulabschluss machte. Im Herbst vergangenen Jahres kehrte er nach Deutschland zurück und nahm an dem Studienkolleg in Wismar teil.

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