MV-REGIERUNG

Pilzgifte und Acrylamid in Weihnachts-Süßigkeiten

Die Landesregierung in MV hat verschiedenste Weihnachts-Süßigkeiten untersuchen lassen. Dabei wurden Pilzgifte und als krebserregend geltendes Acrylamid nachgewiesen.
Die Landesregierung hat mehrere Süßigkeiten kontrollieren lassen, die in Mecklenburg-Vorpommern verkauft und besond
Die Landesregierung hat mehrere Süßigkeiten kontrollieren lassen, die in Mecklenburg-Vorpommern verkauft und besonders gerne zu Weihnachten gegessen werden. v.poth - fotolia.com
Schwerin.

Auch in diese Jahr hat das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) verschiedene Süßigkeiten und Gebäck kontrolliert, die besonders gerne zu Weihnachten verspeist werden. Unter den kontrollierten Lebensmitteln waren unter anderem Schoko-Weihnachtsmänner, Nüsse, Mandeln und Kürbiskerne sowie Weihnachtsgebäck wie Spekulatius und Dominosteine. Alles Produkte, die in Mecklenburg-Vorpommerns Einzelhandel verkauft werden.

„Vergolden statt verkohlen”

Grundsätzlich gab Umweltminister Till Backhaus (SPD) bei der Auswertung Entwarnung. Keines der Lebensmittel gab Grund zur Sorge, alle Ergebnisse waren unterhalb der Richtwerte. Die Lebensmittel-Industrie habe einiges zur Verringerung des Acrylamid-Gehaltes in Lebensmitteln getan, teilte Backhaus mit. Dazu gehörten die Auswahl von Getreide und Kartoffeln für Backwaren und Chips sowie optimierte Herstellungsprozesse. Back- und Frittiertipps für zu Hause gab Backhaus in dem Zusammenhang auch: „Vergolden statt Verkohlen”, laute die Devise. „Bei Gartemperaturen von unter 180 Grad entstehen deutlich geringere Mengen an Acrylamid als bei höheren Temperaturen”, sagte er.

Acrylamid-Werte besser als im Vorjahr

Nach teilweise überhöhten Acrylamid-Werten in Lebensmitteln vor einigen Jahren hat die Industrie das Problem offensichtlich in den Griff bekommen. Bei den 20 Proben von Spekulatius und sechs Proben von Dominosteinen habe der Acylamid-Gehalt bei einem Drittel des Richtwertes gelegen, so Backhaus weiter. In 9 von 55 untersuchten Nusssorten konnten zudem Aflatoxin-Pilzgifte nachgewiesen werden. Dies betraf ausschließlich gemahlene Mandeln und Haselnüsse. Allerdings lagen die Mengen auch hier unterhalb der zulässigen Höchstmenge.

Kein Grund also, sich wie bisher nicht weiter mit Naschereien beim Einzelhändler des Vertrauens einzudecken.

 

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