18-Jährige tot
Getötete auf Usedom war wohl schwanger

Nach der Tötung einer 18-Jährigen in Zinnowitz auf Usedom ist die Polizei vor Ort sehr präsent.
Nach der Tötung einer 18-Jährigen in Zinnowitz auf Usedom ist die Polizei vor Ort sehr präsent.
Holger Schacht

Auf der Insel Usedom wurde eine junge Frau getötet. Während die Polizei noch auf der Suche nach dem Täter ist, brodelt die Gerüchteküche auf Facebook.

Viele Bewohner der Insel Usedom stehen unter Schock: In der Nacht zu Mittwoch ist eine 18-Jährige tot in ihrer Wohnung in Zinnowitz aufgefunden worden. Seitdem die Nachricht vom Tod der Jugendlichen die Runde macht, hält sich auch das Gerücht, dass sie schwanger gewesen sein soll.

Staatsanwaltschaft will weder bestätigen noch dementieren

Immer wieder wird dies in den Kommentaren auf Facebook erwähnt und auch Quellen aus dem direkten Umfeld der 18-Jährigen geben dies an. Ein Nordkurier-Reporter hat sich zudem im Jugendclub von Zinnowitz umgehört, wo sich die Jugendliche häufiger aufgehalten haben soll.

Hier finden Sie eine Übersicht mit allen Artikel zum gewaltsamen Tod von Maria auf der Insel Usedom.

Auch dort heißt es: „Ja, die Getötete war schwanger.” Die 18-Jährige sei außerdem in die Berufsschule Wolgast gegangen und habe keinen festen Freund gehabt. Eine offizielle Bestätigung für diese Informationen gibt es allerdings noch nicht. Oberstaatsanwalt Martin Cloppenburg wollte laut einem Bericht der Ostsee-Zeitung die Angaben um eine mögliche Schwangerschaft des Opfers weder bestätigen noch dementieren.

Suche nach Täter und Tatwaffe

Mittlerweile hat eine Obduktion aber bestätigt, dass die Jugendliche Opfer eines Tötungsdeliktes geworden ist. Cloppenburg sagte, dass der jungen Frau Verletzungen mit einer Stichwaffe zugefügt wurden. Zur genauen Todesursache äußerte sich der Staatsanwalt mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen noch nicht.

Die Polizei war am Mittwochnachmittag noch immer am Tatort, um in dem Fall zu ermitteln. Mülltonnen vor dem Mehrfamilienhaus wurden von Ermittlern abgesperrt. In den Tonnen wird die Tatwaffe vermutet. Noch wurden sie aber nicht geöffnet. Dem Vernehmen nach konzentrieren sich die Ermittlungen zunächst auf das persönliche Umfeld der jungen Frau.

Die Polizei lotet derzeit mögliche Fluchtwege des oder der Tatverdächtigen aus, auch Zivilbeamte sind dafür im Einsatz. Die Suchmaßnahmen werden aktuell ausgeweitet, am späten Nachmittag waren vier weitere Einsatzfahrzeuge am Tatort vorgefahren.

Im vergangenen Sommer sortge der Fund der Leiche einer 15-Jährigen auf Usedom für Bestürzung. Die Jugendliche stammte aus Thüringen und machte auf der Insel Urlaub.