TRADITIONSREICHER BETRIEB

Gewerkschaft warnt vor Aus für Kartoffelveredler Pfanni

Das Unternehmen in Stavenhagen beschäftigt rund 200 Menschen. Jetzt gerät die Firma offenbar in den Strudel eines weltweiten Pokers.
Nach Angaben des Chefs des Konzernbetriebsrates Hermann Soggeberg stellt der Unilever-Konzern den Standort in Stavenhagen auf den Prüfstand.
Nach Angaben des Chefs des Konzernbetriebsrates Hermann Soggeberg stellt der Unilever-Konzern den Standort in Stavenhagen auf den Prüfstand. NK/Archiv
Stavenhagen.

Die rund 200 Mitarbeiter des traditionsreichen Kartoffelveredlers Pfanni in Stavenhagen blicken in eine unsichere Zukunft. Nach Angaben des Chefs des Konzernbetriebsrates Hermann Soggeberg stellt der Unilever-Konzern den Standort in der Reuterstadt auf den Prüfstand.

Hintergrund sei ein Übernahmepoker um den britisch-holländischen Konzern, der die Lohnkosten kräftig senken wolle. Nach Ansicht von Jörg Dahms, MV-Geschäftsführer der Branchengewerkschaft NGG, wolle sich Unilever für ein neues Übernahmeangebot fit machen. Im Februar hatte sich bereits der US-Konzern Kraft Heinz Company für das Unternehmen interessiert und vergeblich eine Fusion angeboten.

Unilever Deutschland räumte ein, dass sämtliche Lebensmittelstandorte im Konzern auf ihre Produktivität untersucht würden. Aussagen zu Stellenstreichungen oder Werksschließungen seien "absolute Spekulation", sagte Firmensprecher Konstantin Bark. Der Wettbewerb in der Branche sei jedoch knallhart.

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Kommentare (1)

... wenn es um Niedriglöhne der Beschäftigten geht. Ansonsten ist in der Branche nichts knallhart. Die Managergehälter bleiben stabil oder werden angehoben, damit die nichtstuenden Aktionäre mitverdienen.