GEISELNAHME IN WISMAR

Ghanaer aus dem Polizei-Gewahrsam entlassen

Am Donnerstag hatte ein Mann in der Ausländerbehörde in Wismar ein Baby in seine Gewalt gebracht. Schließlich überwältigte in das SEK.
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
dpa
Am Donnerstag hatte ein Mann in der Ausländerbehörde in Wismar ein Baby in seine Gewalt gebracht.
Am Donnerstag hatte ein Mann in der Ausländerbehörde in Wismar ein Baby in seine Gewalt gebracht. Jens Büttner
Das SEK überwältigte den Mann.
Das SEK überwältigte den Mann. Stefan Tretropp
Wismar.

Ein 22 Jahre alter Mann aus Ghana, der am Donnerstag in der Ausländerbehörde in Wismar ein zwei Monate altes Baby in seine Gewalt gebracht hatte und schließlich vom SEK überwältigt wurde, ist am Freitag aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Der Mann sei „aufgrund fehlender Haftgründe” nach einer Vernehmung und einer erkennungsdienstlichen Behandlung um 13:50 Uhr entlassen worden, teilten die Beamten mit. Zuvor sei ihm rechtliches Gehör zum Tatvorwurf der Nötigung angeboten worden.

Der Ghanaer hatte das Baby am Donnerstag rund fünf Stunden in seiner Gewalt. Er hatte nach Behördenangaben einen Test gefordert, um seine Vaterschaft zu beweisen und in Deutschland bleiben zu können. Die Polizei riegelte daraufhin das Gebäude ab. Eine Verhandlungsgruppe rückte an, dann auch das SEK. Am Abend, kurz vor 21 Uhr, gab es schließlich Entwarnung. Der Mann hatte das Kind einer anwesenden Notärztin für einen Check übergeben – diesen Moment nutzte das SEK einer Polizeisprecherin zufolge und überwältigte ihn.

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Kommentare (4)

Ein Haftgrund besteht, wenn auf Grund bestimmter Tatsachen

1. festgestellt wird, daß der Beschuldigte flüchtig ist oder sich verborgen hält,
2. bei Würdigung der Umstände des Einzelfalles die Gefahr besteht, daß der Beschuldigte sich dem Strafverfahren entziehen werde (Fluchtgefahr), oder
3. das Verhalten des Beschuldigten den dringenden Verdacht begründet, er werde
a) Beweismittel vernichten, verändern, beiseite schaffen, unterdrücken oder fälschen oder
b) auf Mitbeschuldigte, Zeugen oder Sachverständige in unlauterer Weise einwirken oder
c) andere zu solchem Verhalten veranlassen,
und wenn deshalb die Gefahr droht, daß die Ermittlung der Wahrheit erschwert werde (Verdunkelungsgefahr).
(3) Gegen den Beschuldigten, der einer Straftat nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 oder § 13 Absatz 1 des Völkerstrafgesetzbuches oder § 129a Abs. 1 oder Abs. 2, auch in Verbindung mit § 129b Abs. 1, oder nach den §§ 211, 212, 226, 306b oder 306c des Strafgesetzbuches oder, soweit durch die Tat Leib oder Leben eines anderen gefährdet worden ist, nach § 308 Abs. 1 bis 3 des Strafgesetzbuches dringend verdächtig ist, darf die Untersuchungshaft auch angeordnet werden, wenn ein Haftgrund nach Absatz 2 nicht besteht.

steht so im § 112 StPO. Gut kopiert.

Ja natürlich ist das kopiert! Sollte sich nur mal jeder durchlesen und selbst entscheiden.

wenn Artikel nicht noch einmal auf Fehler überprüft werden, die besonders auffällig sind:
''Am Donnerstag hatte ein Mann in der Ausländerbehörde in Wismar ein Baby in seine Gewalt gebracht. Schließlich überwältigte in das SEK. ''