FIPRONIL-SKANDAL

Gift in Eiern, aber nicht in Hühnern

Mehrere Lebensmittel mussten aus dem Handel genommen werden, weil mit einem Desinfektionsmittel belastete Eier darin enthalten waren. Auch Hühnerfleisch aus MV wurde getestet.
dpa
Die Liste der vom Fipronil-Skandal betroffenen Länder ist lang. Zumindest Geflügel aus Mecklenburg-Vorpommern steht bisher nicht darauf.
Die Liste der vom Fipronil-Skandal betroffenen Länder ist lang. Zumindest Geflügel aus Mecklenburg-Vorpommern steht bisher nicht darauf. Vadim Ghirda
Schwerin.

Geflügelfleisch aus Mecklenburg-Vorpommern kann nach Angaben des Agrarministeriums weiterhin bedenkenlos verzehrt werden. Die nach Hinweisen auf den Einsatz eines Fipronil-haltigen Desinfektionsmittels vorsorglich eingeleitete Untersuchung von Fleisch aus einem Geflügelzuchtbetrieb des Landes sei negativ verlaufen. „Es konnte keine Belastung des Hühnerfleisches festgestellt werden”, teilte das Ministerium am Montag unter Berufung auf das Testergebnis aus dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei mit. Viele Tiere waren aber schon vor dem Fipronil-Skandal zum Schlachten nach Polen sowie in die Niederlande gebracht worden.

Für Lebensmittelerzeugung verboten

Am vergangenen Donnerstag hatte das Ministerium über Hinweise informiert, dass in dem nicht näher bezeichneten Geflügelzuchtbetrieb das mit Fipronil versetzte Desinfektions- und Reinigungsmittel Dega-16 verwendet wurde. Das gegen Milben und Flöhe wirkende Insektizid Fipronil ist für den Bereich der Lebensmittelerzeugung verboten, kam aber dennoch in Hühnerställen zum Einsatz. Deshalb mussten europaweit Millionen von Eiern aus dem Handel genommen werden. Zwei mutmaßliche niederländische Schlüsselfiguren des Skandals sitzen in Untersuchungshaft. Mehrere Länder in Europa sind von dem Fipronil-Skandal betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden Salate aus dem Handel genommen.

In der Vorwoche waren Eier aus einem weiteren Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern positiv auf das Ungeziefergift Fipronil getestet worden. Die Eier waren allerdings nicht für den Verzehr bestimmt, teilte das Agrarministerium mit. Sie stammten aus einem Zuchtbetrieb, der Eier für die Masthähnchenproduktion liefert.

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