MALCHINER SEE

Giftköder sorgen für Angst um Haustiere und Kinder

In Dahmen ist am Montag ein Welpe vergiftet worden, doch es war wohl nicht der erste Fall dieser Art. Auch Katzen sollen in der Gemeinde vergiftet worden sein.
Hund Heidi hat Glück gehabt.
Hund Heidi hat Glück gehabt. privat
Dahmen.

In der kleinen Gemeinde Dahmen am Malchiner See sind nach Angaben mehrerer Einwohner in den vergangenen Tagen vier Haustiere vergiftet worden. Dabei seien auch Kinder gefährdet worden. Zuletzt fand Welpe Heidi am Montag auf dem von einer Seite frei zugänglichen Grundstück seiner Familie Rattengift, das wohl jemand ausgerechnet in der Hecke in der Nähe des Sandkastens ausgelegt hatte. Das berichtete Besitzerin Bianka Beiersdorf. Ihre Kinder, darunter ein anderthalb Jahre altes Mädchen, spielten zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Garten. Als sie bemerkten, dass der junge Hund etwas vom Boden fraß, hätten sie sofort den Vater alarmiert.

„Der Hund wurde dann relativ schnell sehr seltsam, apathisch, und ist dann auch umgefallen”, erzählt Beiersdorf. Nachdem in der Hecke noch ein Rest des Gifts gefunden worden sei, habe man in der Tierklinik ein passendes Gegenmittel spritzen können. „Dem Hund geht es jetzt glücklicherweise wieder gut”, sagt Beiersdorf. Sie vermutet, Heidi habe einfach Pech gehabt und ein schlecht gesichertes Stück Rattengift entdeckt. Glück im Unglück hatten allerdings die Kinder: „Das Gift hätte auch meine anderthalb Jahre alte Tochter finden und essen können”, betont die Mutter.

Dass mit den Giftködern Kinder gefährdet werden, empört auch Sabine Künkel, deren Kater am Sonntag ebenfalls Opfer einer Vergiftung wurde – auch dieser Vorfall ereignete sich in Dahmen. Durch Bluttests in der Tierklinik konnte das Gift zwar nicht genau bestimmt werden, allerdings habe es sich dabei, anders als bei Heidi, nicht um Rattengift gehandelt.

Zwei Katzen gestorben

Künkel geht davon aus, dass in der Gemeinde gezielt Haustiere geschädigt werden. „Das ist mir einfach zu viel Zufall”, sagt sie, denn noch andere Haustiere im Ort seien betroffen gewesen, hätten Symptome wie Erbrechen und Zittern gezeigt. Vor ein, zwei Wochen seien außerdem zwei Katzen durch Giftköder gestorben. Und Beiersdorf zufolge berichteten ältere Dorfbewohner von der Vergiftung mehrerer Hofhunde vor ein paar Jahren, was die Polizei zumindest für die vergangenen zwei Jahre jedoch nicht bestätigen konnte.

„Grausam”, findet Künkel diese Methoden, aber das Schlimmste sei, dass dabei auch Kinder einer Gefahr ausgesetzt werden. Auch das Gift, das ihr Kater gefressen habe, müsse irgendwo in Hausnähe gelegen haben. „Kinder laufen hier herum und spielen. Sie werden gefährdet, nur weil jemand nicht den Mund aufmachen und die Tierbesitzer ansprechen kann. Wir sind ein kleiner Ort. Wenn man hier nicht miteinander reden und miteinander leben kann, weiß ich nicht wo sonst.”

Ihr Kater hat nach längerer Ungewissheit überlebt, auch wenn Folgeschäden an inneren Organen nicht auszuschließen seien. Dennoch: „Lustig ist das nicht, und preiswert ist es auch nicht.” Er muss zunächst im Haus bleiben, nicht leicht für eine Freigängerkatze. Und Heidi trägt jetzt einen Maulkorb. Alles handhabbar, doch die Stimmung in der Dorfgemeinschaft scheint durch die Vorfälle vergiftet. „Misstrauen macht das Zusammenleben nicht einfacher”, bemerkt Künkel.

Bianka Beiersdorf hat Anzeige erstattet. Die Polizei steht noch am Anfang der Ermittlungen.

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Kommentare (8)

Hirnlose Hundehasser, die wir ja schon aus anderen Kommentaren kennen.

für welche du ja berüchtigt bist.

Da bin anderer Meinung

ok.

Deine Kommentare sind dümmlich

des is halt deine Meinung, ich find meine Kommentare voll toll und klug. :D

Eigenlob stinkt

und meine Kommentare sind halt, nachweislich, einfach klasse! :D