STURM UND SCHNEE

Glätte behindert Berufsverkehr in MV

Fieser Start in den Tag: Schneefall und Sturmböen sorgen in Mecklenburg-Vorpommern für Probleme im Berufsverkehr. An den Küsten steigen derweil die Pegelstände.
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Auch in der Neubrandenburger Innenstadt schneite es am Mittwochmorgen - glatt war es hier anders als auf dem Land aber nicht.
Auch in der Neubrandenburger Innenstadt schneite es am Mittwochmorgen – glatt war es hier anders als auf dem Land aber nicht. NK
Neubrandenburg.

Langsame Autos und glatte Straßen: Weil es schneit und stürmt, sind viele Autofahrer am Mittwochmorgen länger zur Arbeit unterwegs als üblich. Für das gesamte Land gilt eine Glatteis-Warnung des Deutschen Wetterdienstes, auch vor Sturmböen wird gewarnt. Für die Küstenabschnitte kam in der Nacht noch eine Warnung mit Starkwind dazu.

Auch die zweite Sturmflut des erst neun Tage alten Jahres macht sich seit der Nacht mit steigenden Pegelständen bemerkbar. Bis Mittag wird im Westen Mecklenburg-Vorpommerns mit Pegelständen von bis zu 1,30 Metern über Normal gerechnet – im Osten des Landes geht das Amt von allenfalls einem Meter über Normal aus.

Wasserstandsvorhersage des BSH (externer Inhalt)

Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Original hier)

In den frühen Morgenstunden erreichte Wismar laut BSH als erste Stadt einen Pegelstand von einem Meter über Normal – also dem Grenzwert für eine Sturmflut an der Ostsee. In der Hansestadt stehen einer Sprecherin der Stadt zufolge Sandsäcke für Anwohner des Hafens bereit. Autofahrer sind aufgerufen, ihre Fahrzeuge aus dem gefährdeten Bereich zu fahren. In der vergangenen Woche waren am Wismarer Hafen bei einem Pegelstand von 1,84 Meter über Normal Straßen überflutet und ein Fußweg unterspült worden. So hoch soll das Wasser diesmal nicht steigen - am Morgen lag er aber bereits bei 1,25 Metern, weshalb die Feuerwehr Sirenenalarm auslöste.

Küstenregionen sind gewarnt, bleiben aber gelassen

Sollte die Sturmflut entgegen den Erwartungen höher ausfallen, werde etwa in Rostock ab einem Pegel von 1,30 Meter die Sperrung der tiefliegenden L22 am Stadthafen vorbereitet, sagte ein Stadtsprecher am Dienstag. Er blickte gelassen auf die zweite Sturmflut des Jahres.

Als Sturmflut werden in der Ostsee Pegelstände von einem Meter bis 1,25 Meter bezeichnet. Bis 1,50 Meter handelt es sich um eine mittlere, bis zwei Meter um eine schwere und darüber um eine sehr schwere Sturmflut.

 

 

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