Schneeregen oder Graupelschauer sind in MV in den nächsten Tagen möglich (Symbolbild).
Schneeregen oder Graupelschauer sind in MV in den nächsten Tagen möglich (Symbolbild). Markus Klümper
Der Fischmarkt in Hamburg am frühen Morgen.
Der Fischmarkt in Hamburg am frühen Morgen. Jonas Walzberg
Wetterdienst warnt

Glatteis und Sturm in MV – Gewitter möglich

Nach einem für die Jahreszeit ungewöhnlich frühlingshaftem Wochenbeginn kehrt der Winter nach MV zurück. Schon jetzt häufen sich glatteisbedingte Unfälle.
Schwerin

An vielen Orten in Mecklenburg-Vorpommern ist es am Mittwochmorgen winterlich glatt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auf seiner Homepage vor Glatteis durch überfrierende Nässe bis in den späteren Vormittag hinein. Auf den Inseln Usedom und Rügen sowie an der restlichen Ostsee-Küste MVs ist zudem den ganzen Tag über mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h zu rechnen.

Mehrere Unfälle wegen Glätte

Plötzlich auftretende Glätte hat am Mittwochmorgen Fahrzeugführer in Mecklenburg-Vorpommern überrascht und verstärkt im Landkreis Rostock, aber auch in Neubrandenburg, bei Woldegk und bei Spantekow zu einigen Unfällen geführt. Wie Polizeisprecher in Neubrandenburg und Rostock sagten, gerieten bisher etwa zehn Autos und Kleintransporter ins Schleudern und prallten gegen Leitplanken oder rutschten in Gräben. Unfälle wurden unter anderem aus Glasin (Nordwestmecklenburg), Severin (Ludwigslust-Parchim), nahe Anklam in Vorpommern, Alt Käbelich und Brunn (Mecklenburgische Seenplatte) sowie aus Krakow am See bei Güstrow gemeldet. Unklar blieb zunächst, ob es Verletzte gab.

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Deshalb gebe es Verkehrsbehinderungen auf der Bundesstraße 321 bei Severin, der Bundesstraße 104 bei Alt Käbelich, nahe Brunn auf der Landesstraße 28, die zur Autobahn 20 führt sowie südlich auf der Landestraße 27 bei Krakow am See. Ursache für die Glätte seien nasse Fahrbahnen, die am Morgen bei sinkenden Temperaturen unerwartet überfroren. Vor allem außerhalb von Ortschaften sanken die Temperaturen deutlich. 

Bei Spantekow nahe Anklam kam ein Auto derart ins Rutschen, dass es letztlich erst auf einem nassen Acker zum Stehen kam. Bei Brunn rutschte ein Transporter in den Graben und muss geborgen werden. Nahe Krakow am See landete ein Lastwagen im Graben, der aufwendig geborgen werden muss. 

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Schneeregen und Gewitter

Der Mittwoch startet zunächst mit einem wolkenfreien Himmel. Von Nordwesten her ziehen dann aber Quellwolken auf und haben Regen, Schneeregen- oder Graupelschauer im Gepäck. Am Nachmittag sind laut des DWD selbst kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen liegen bei Höchstwerte um 4 Grad.

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In der Nacht auf Donnerstag erwartet uns leichter Frost bis -2 Grad. Am Donnerstag wird es dann durch Schneeschauer oder Graupel wieder glatt auf den Straßen. Die Sonne kann sich an vielen Orten gegen die Wolken durchsetzen.

Am Freitag zieht von West nach Ost leichter Schneefall durch, der dann jedoch allmählich in Schneeregen oder Regen übergeht. Dabei ist auch gefrierender Regen und dadurch entstehendes Glatteis nicht ausgeschlossen.

Sturmtief sorgt für viel Wind und erhöhte Wasserstände

Ein Sturmtief hat in der Nacht zum Mittwoch für viel Wind und erhöhte Wasserstände im Norden Deutschlands gesorgt. Wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilte, wurde in Nordfriesland die Sturmflutmarke von 1,5 Metern über dem mittleren Hochwasser leicht überschritten.

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In Hamburg lag der Höchststand laut BSH mit 1,44 Metern am frühen Mittwochmorgen knapp unter der Sturmflutgrenze. Von der Elbe ist dabei etwas Wasser auf den Fischmarkt übergetreten, größere Überschwemmungen gab es aber keine.

Zum Abend hin soll der Wasserstand in Hamburg einem Sprecher des BSH zufolge erneut ansteigen. „Allerdings kommen die Werte durch den abnehmenden Wind dann nicht mehr ganz so hoch”, sagte er.

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