KRANKENHAUS WOLGAST

Greifswalder Unimedizin wehrt sich gegen Vorwürfe

Während der eventuelle Rückkauf des Krankenhauses Wolgast durch den Kreis noch dauern wird. Hat die Universitätsmedizin Greifswald direkt auf Vorwürfe reagiert.
dpa
Die Universitätsmedizin Greifswald, zu der das Wolgaster Krankenhaus gehört, erklärte, Grund- und Regelversorgung seien „selbstverständlich” gesichert (Archivbild).
Die Universitätsmedizin Greifswald, zu der das Wolgaster Krankenhaus gehört, erklärte, Grund- und Regelversorgung seien „selbstverständlich” gesichert (Archivbild). Stefan Sauer
Wolgast.

Die Kreisverwaltung hat Erwartungen an einen schnellen Rückkauf des Kreiskrankenhauses Wolgast gedämpft. Die Verwaltung des Kreises Vorpommern-Greifswald habe vom Kreistag den Auftrag erhalten, die medizinische Versorgung an dem Krankenhaus zu prüfen, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Es lägen nur spärliche Informationen vor. Der Prüfauftrag wurde in der letzten Kreistagssitzung der auslaufenden Legislaturperiode beschlossen. Die weitere Entscheidung obliegt dann dem neuen Kreistag, der am 26. Mai gewählt wird. Ein Zeitfenster für die Vorlage des Prüfberichtes gibt es nicht.

Falsche Behauptungen

Die Universitätsmedizin Greifswald, zu der das Wolgaster Krankenhaus gehört, erklärte, Grund- und Regelversorgung seien „selbstverständlich” gesichert. Die Behauptung, dass sich die Zahl der Beschäftigten seit 2008 von 410 auf 172 halbiert habe, sei falsch.

2018 wurden demnach 311 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 27 Ärzte und 145 Pflegekräfte. Hinzu kämen unter anderem Physiotherapeuten und Verwaltungsmitarbeiter, Servicekräfte, Ergotherapeuten und Reinigungspersonal.

Mehr Pflegekräfte

Die Zahl der Vollzeitstellen ist den Angaben der Unimedizin zufolge seit 2001 um 15 Prozent gesunken, die Zahl der medizinischen Vollkräfte um 5 Prozent. Im selben Zeitraum sei die Zahl der Betten um 23 Prozent reduziert worden. Die Zahl der Vollzeitstellen im Pflegedienst sei von 2016 bis März 2019 um etwa zehn Prozent gestiegen – trotz des bundesweiten Fachkräftemangels im Pflegebereich.

Die Kaufmännische Vorständin Marie le Claire versicherte, dass die Unimedizin gegenüber der Bürgerinitiative und dem Landkreis gesprächsbereit sei. Die Bürgerinitiative habe einen Platz im Beirat erhalten. Einem Bericht der „Ostsee-Zeitung” zufolge wirft die Bürgerinitiative der Unimedizin als Landeskrankenhaus vor, ein Regionalkrankenhaus „platt” zu machen.

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