FLUSSKREUZFAHRTSCHIFF

"Gretha van Holland" liegt nach Unfall-Serie fest

Drei Unfälle in einer Woche waren für das Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland” wohl zu viel. Jetzt liegt es weiter in Parchim fest. Doch das soll sich bald ändern.
dpa
Das Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland” stieß bei der Ausfahrt aus der Schleuse Parchim gegen das Hubtor. Dabei wurde das Dach des Steuerhauses abgerissen.
Das Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland” stieß bei der Ausfahrt aus der Schleuse Parchim gegen das Hubtor. Dabei wurde das Dach des Steuerhauses abgerissen. Jens Büttner
Parchim.

Das Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland”, das innerhalb einer Woche drei Unfälle hatte, liegt weiter in Parchim fest und kann frühestens in zwei Wochen weiterfahren. Das erklärte der Leiter der Wasserschutzpolizei in Schwerin, Jan Prochnow, am Mittwoch. Nachdem das Steuerhaus am Freitagabend an der Schleuse Parchim abgerissen war, sollen Handwerker das Schiff so reparieren, dass es wieder allein fahren kann.

„Dann kann das etwa 40 Meter lange Schiff wieder nur mit Sondererlaubnis in eine Werft an die Müritz fahren – und mit Polizeibegleitung”, erklärte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Dort soll es weitere Reparaturen und eine neue Prüfung des Tiefgangs geben.

Brücke gestreift und auf Grund gelaufen

Das Schiff fuhr seit Jahren zwischen Berlin, der Müritz und Schwerin hin und her – mit bis zu 23 Fahrgästen. Ende April hatte es eine Brücke bei Grabow (Ludwigslust-Parchim) gestreift und war danach ganz auf dem Grund gelaufen. Eine Vermessung belegte, dass die „Gretha van Holland” statt zugelassener 1,20 Meter Tiefgang auch ohne Gäste und Gepäck auf 1,40 Meter Tiefgang kommt.

Das Schiff kam nach Wasser-Anstauung wieder frei, musste aber mehrere Tage stoppen. Das Amt untersagte den Betreibern wegen des Tiefgangs, mit Passagieren auf der Müritz-Elde-Wasserstraße oder nach Schwerin zu fahren.

Es bekam nur die Erlaubnis für eine Fahrt zu einer Werft an den großen Mecklenburger Oberseen, wo es tiefer ist. Dabei ereignete sich der letzte Schleusenunfall in Parchim, wofür eine Geldstrafe droht.

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