POLIZEI

Großbrand im Rostocker Hafen ließ Stahlkonstruktion einstürzen

Nach dem Großbrand im Hafen von Rostock ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Die Flammen hatten auf ein Gebäude übergegriffen, in dem Rohstoffe für Kunststoffe lagerten.
dpa
80 Feuerwehrleute waren in Rostock im Einsatz.
80 Feuerwehrleute waren in Rostock im Einsatz. Stefan Tretropp
Rostock ·

Nach einem größeren Brand am Montagabend im Rostocker Überseehafen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Das hätten die bisherigen Ermittlungen ergeben, wie ein Polizeisprecher am Dienstag in Rostock sagte. Zur weiteren Klärung des Vorfalls wird ein Brandgutachter den Brandort voraussichtlich noch am Dienstag genauer in Augenschein nehmen, erklärte der Polizeisprecher.

Nachdem die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle gebracht hatte, führte sie in den Nachtstunden eine Brandwache durch.

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Nach Angaben der Behörden brannten am frühen Abend zunächst Unrat und Verpackungsmüll auf einer Fläche vor einer Halle. Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache 3 waren vor Ortund begannen umgehend mit Löschmaßnahmen. Dann griffen die Flammen jedoch auf die Lagerhalle mit einer Grundfläche von 20 mal 30 Metern über. Dort war Rohmaterial zur Herstellung von Kunststoffen gelagert, wie es am Abend von der Stadt Rostock hieß. Denn das Gebäude wird laut Polizei von einer Firma aus der Plastikverabreitung genutzt.

Enorme Hitze

Insgesamt 6.000 Liter Wasser pro Minute seien zum Löschen auf die brennende Halle gerichtet worden und haben eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert. Aufgrund der Hitze stürzte die Stahlkonstruktion des Hallendaches ein.

Kurz nach 19 Uhr sei der Brand unter Kontrolle gewesen, teilte die Stadt weiter mit. 80 Feuerwehrleute der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz. Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.

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Dieser Artikel wurde am Dienstag um die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aktualisiert.

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