Brandschutz-Übung
Großeinsatz auf Scandlines-Fähre "Berlin"

Ein Brand auf der Scandlines-Fähre "Berlin": Dieses Szenario proben mehrere Organisationen.
Ein Brand auf der Scandlines-Fähre „Berlin”: Dieses Szenario proben mehrere Organisationen.
Bernd Wüstneck

Ein Feuer und zahlreiche Verletzte auf der Überfahrt zwischen dem dänischen Gedser und Rostock: Dieses Szenario proben am Montag Feuerwehr und Katastrophenschutzkräfte.

Ungewöhnliches Szenario auf der Scandlines-Fähre „Berlin”: Am Montag üben mehrere Organisationen unter Führung des Rostocker Brandschutz- und Rettungsamtes, wie sie in Katastrophenfällen auf der Fähre vorgehen müssen. Zunächst wird angenommen, dass auf der Überfahrt zwischen dem dänischen Gedser und Rostock ein Feuer ausbricht.

Die Retter, unter anderem von der Lübecker Berufsfeuerwehr, müssen auf hoher See gleichzeitig den Brand bekämpfen und Menschenleben retten. Später haben die Hilfskräfte im Seehafen einen Massenanfall von Verletzten bewältigen. Dabei müssen die Katastrophenschutzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Malteser Hilfsdienstes dafür sorgen, dass die Passagiere das Schiff über eine Evakuierungsrutsche verlassen können.

Neben der Reederei Scandlines sind an der Übung das Havariekommando Cuxhaven, der Rostocker Hafen und die Gesellschaft für Sicherheitstechnik/ Schiffssicherheit Ostsee beteiligt.

Die 169 Meter lange Scandlines-Fähre „Berlin” ist seit Mai 2016 zwischen Rostock und Gedser unterwegs. Sie verfügt über Dieselmotoren und ein neues batteriegetriebenes Hybrid-Antriebssystem. Auf der Fähre ist Platz für 1300 Passagiere sowie 460 Autos oder 96 Lastwagen.