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Neue Verkehrs-Projekte werden beschlossen

In den kommenden Monaten müssen sich Kraftfahrer wieder auf viele Baustellen im Land einstellen.
In den kommenden Monaten müssen sich Kraftfahrer wieder auf viele Baustellen im Land einstellen.
Arno Burgi

Der Bundesverkehrswegeplan ist sowas wie eine lange Wunschliste der Bundesländer für den Straßenbau. Bald stellt sich heraus, was davon wahr werden könnte.

Mit mehreren Monaten Verspätung wird in der kommenden Woche der erste Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans veröffentlicht. Wie Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg, bei einer Info-Veranstaltung zu Straßenbaumaßnahmen in der Region erklärte, werde das Papier ungeduldig erwartet, weil damit der Grundstein für die großen Verkehrsprojekte der „nächsten Jahrzehnte“ gelegt würde.

Bundesweit wurden rund 2000 Projekte für den neuen Bundesverkehrswegeplan angemeldet, aus Mecklenburg-Vorpommern kamen davon bescheidene 30 Straßenbauprojekte mit geschätzten Kosten von 580 Millionen Euro. Allein im laufenden Jahr werden auf den Bundes- und Landesstraßen rund 300 Millionen Euro verbaut. Bei der Vorstellung des Plans wird sich dann zeigen, für welche davon das Bundesverkehrsministerium nach einer Kosten-Nutzen-Analyse Geld zur Verfügung stellt. Auf der Liste stehen vor allem Ortsumgehungen, wie zum Beispiel die schon seit langem geforderten von Mirow und Wolgast, aber auch die von Usadel, Weisdin, Pasewalk oder Stavenhagen.

Neben den Projekten für den Straßenbau konnten auch welche für Wasserstraße und Schienenwege angemeldet werden. Unter anderem befindet sich die Reaktivierung der Bahnstrecke von Berlin über Ducherow nach Swinemünde auf der Meldeliste. Es gibt zwar keine Garantie dafür, dass die Vorhaben, die auf dem Plan stehen, auch umgesetzt werden. Aber die Chancen dafür steigen.