Zwölf Messerstiche
Güstrower für Messermord in Badewanne verurteilt

Das Landgericht Rostock hat den Mann aus Güstrow wegen Mordes verurteilt.
Das Landgericht Rostock hat den Mann aus Güstrow wegen Mordes verurteilt.
Bernd Wüstneck

Weil er seine Ex-Freundin in einer Badewanne getötet hat, muss ein 41-Jähriger ins Gefängnis. Der Mann hatte die Frau mit einem Fake-Profil getäuscht.

Im Prozess um die Tötung einer Güstrower Frau in der Badewanne hat das Landgericht Rostock den 41-jährigen Angeklagten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht folgte am Freitag dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte zuvor auf eine Haftstrafe von nicht mehr als acht Jahren plädiert. Das Gericht sah jedoch davon ab, die besondere Schwere der Schuld auszusprechen. Danach wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich gewesen, in der Praxis ist dies aber so gut wie ausgeschlossen.

Laut Anklage hat der Deutsche im März seine ehemalige Lebensgefährtin aus Eifersucht mit mehreren Messerstichen in der Badewanne getötet. Die Beziehung der beiden hatte 13 Jahre gedauert. Der Tat sei ein monatelanger Chat in einem sozialen Netzwerk vorausgegangen, bei dem der Mann ein Fake-Profil benutzt habe. So habe er die Frau getäuscht und sich ihr genähert. Er hatte sich nach Auffassung der Anklage vermutlich mit einem Schlüssel Zutritt zur Wohnung verschafft und die Frau dann getötet. In seinem Schlusswort hatte der Angeklagte die Tat bedauert.