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Gute Entwicklung bei Hofläden in MV – Neue Karte

Die Hofläden in Mecklenburg-Vorpommern verkaufen längst nicht mehr nur Eigenerzeugnisse. Das kommt bei den Kunden offenbar gut an.
dpa
In Mecklenburg-Vorpommern erfreuen sich Hofläden immer größerer Beliebtheit (Symbolbild).
In Mecklenburg-Vorpommern erfreuen sich Hofläden immer größerer Beliebtheit (Symbolbild). Jens Kalaene
Rostock

Die Hofläden in Mecklenburg-Vorpommern erfreuen sich nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation BUND zunehmender Beliebtheit. Dabei gehe das Angebot zunehmend in Richtung Vollsortiment. „Es wird nicht nur verkauft, was selbst erzeugt wird.

Die Kunden, die nach Feierabend oder am Wochenende kommen, möchten auch andere Produkte haben wie Nudeln oder Reis”, sagte der BUND-Agrarexperte Burkhard Roloff. Allerdings spielten die Hofläden und ihre oft vorhandenen Marktstände eine äußerst kleine Rolle auf dem Lebensmittelmarkt.

Karte „Hofläden und Hofcafés” des Tourismusverbandes

Der Landestourismusverband hatte jüngst die neue Faltkarte „Hofläden und Hofcafés” herausgegeben. Sie weist den Weg zu mehr als 100 Läden, Milchtankstellen, Imkereien, Brennereien, Handwerksstätten oder landwirtschaftlichen Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern. In der 64-seitigen Broschüre präsentieren sich unter anderem fünf Regionen und drei Erlebnisrouten. Es sind allerdings nicht nur Bio-Hofläden aufgeführt, sondern auch Werksverkäufe bei Wurstherstellern oder Brauereien.

Hier finden Sie die Karte „Hofläden und Hofcafés” als Download. Sie können die Karte hier auch kostenlos bestellen.

Wie die Geschäftsführerin der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft MV, Jarste Weuffen, sagte, leiden die Hofläden momentan unter der Corona-Pandemie und dem Fernbleiben der Touristen. Ihrer Ansicht nach müssten die Hofläden die Möglichkeit erhalten, mehr Hinweisschilder an größeren Straßen aufzustellen. Ohne diese würden Gäste oder Ortsunkundige häufig an den Läden vorbeifahren.

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IHK: Hilfe für Wirtschaft auch bei Teilöffnung nötig

Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin hält eine längerfristige Unterstützung der vom Lockdown betroffenen Branchen für notwendig. „Wenn die Infektionszahlen zurückgehen, wonach es momentan allerdings noch nicht aussieht, rechne ich zunächst mit Teilöffnungen etwa im Gastgewerbe”, sagte der Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach.

Wenn ein Gastwirt oder Hotelier nur einen Teil seiner Plätze oder Betten belegen dürfe, habe er trotzdem oft die vollen Kosten, so dass solch eine Teilöffnung in vielen Fällen nicht wirtschaftlich sein dürfte. „Da muss es dann auch noch Hilfen geben”, forderte Eisenach.

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Die neuen Unterstützungsangebote des Landes, die die Bundeshilfen ergänzen sollen, gehen laut Eisenach in die richtige Richtung. Als Beispiel nannte er die Präsenzprämie für den Einzelhandel in Höhe von 5000 Euro. Damit könnten stationäre Händler teilweise Online-Konzepte anschieben, um konkurrenzfähiger zum Internethandel zu werden, sagte er. Idealerweise müssten davon aber alle profitieren und nicht nur die Geschäfte mit schweren Umsatzeinbußen.

Es komme weiterhin vor allem darauf an, die Hilfen rasch zu den Unternehmern zu bringen, betonte Eisenbach. Er begrüßte, dass es bei den November- und Dezemberhilfen nun endlich schneller gehe. Ein Problem sei die Antragstellung vieler Hilfsprogramme über die Steuerberater, die kaum hinterherkämen und gerade jetzt auch noch andere Aufgaben wie Jahresabschlüsse zu erledigen hätten.

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