POLIZEI

Haftbefehl – 17-Jähriger soll zwei Mädchen missbraucht haben

In einer Rostocker Kita und einer Privatwohnung soll ein Jugendlicher zwei fünfjährige Mädchen sexuell missbraucht haben. Er wurde nun vorläufig festgenommen.
Der Beschuldigte war bereits im vergangenen Jahr zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Nun soll er erneut ein Kind missbrau
Der Beschuldigte war bereits im vergangenen Jahr zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Nun soll er erneut ein Kind missbraucht haben. © chalabala.cz - stock.adobe.com
Rostock.

Nachdem ein gerade mal 17-Jähriger in Rostock in zwei Fällen zwei fünfjährige Mädchen sexuell missbraucht haben soll, ist gegen den Jugendlichen nun Haftbefehl erlassen worden. Er sitzt in der JVA. Pikant: Einer der Missbrauchsfälle soll sich in einer Kindertagesstätte in Toitenwinkel ereignet haben.

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Als Schülerpraktikant in der Kita

Harald Nowack, Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, bestätigte auf Nachfrage, die Ermittlungen und den Haftbefehl gegen den Jugendlichen. Der erste Übergriff soll sich bereits am 18. Januar 2019 in der KiTa zugetragen haben. Der Verdächtige war zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt und habe als Schülerpraktikant in der Einrichtung gearbeitet. In einer Mittagspause, als alle zu betreuenden Kinder schliefen, habe er sich nach Auskunft der Behörde der Fünfjährigen genähert und sie sexuell missbraucht. Unter anderem soll der damals 15-Jährige das Kind aufgefordert haben, sein Glied zu berühren. Zudem soll er den Intimbereich des Mädchens mehrfach berührt haben.

Im ersten Fall gab es eine Jugendstrafe

Nachdem die betroffene Kindertagesstätte vom Vorfall und den Ermittlungen gegen ihren Schülerpraktikanten erfuhr, habe man die Zusammenarbeit beendet und diesen vom Dienst freigestellt. Der Vorfall wurde nur bekannt, weil das fünfjährige Mädchen sich seiner Mutter anvertraute und diese die Polizei einschaltete. Die Kripo ermittelte mehrere Monate, wertete unter anderem das Handy des Beschuldigten aus. Schließlich wurde der damals 15-Jährige zu einer Jugendstrafe verurteilt.

Das nächste Opfer soll seine Nichte gewesen sein

Obwohl die Strafe noch nicht vollends verbüßt war, soll sich der inzwischen 17-Jährige Ende August diesen Jahres erneut an einem fünfjährigen Mädchen vergriffen haben. Laut Staatsanwalt Nowack geschah der neuerliche Vorfall in einer Rostocker Privatwohnung. Es soll sich bei diesem Opfer um die eigene Nichte des Jugendlichen gehandelt haben. „Ja, es gibt zwischen Beschuldigtem und Opfer einen verwandtschaftlichen Bezug“, erklärte der Oberstaatsanwalt. Die Polizei nahm den Teenager vorläufig fest, es wurden Ermittlungen wegen des Verdachts des abermaligen sexuellen Missbrauchs von Kindern (§ 176 StGB) eingeleitet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Anfang September schließlich Haftbefehl gegen den 17-Jährigen, der daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.

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