POLIZEIKONTROLLEN

Handy am Steuer – das wird teuer

Vorsicht in und um Anklam, Greifswald, Heringsdorf, Pasewalk, Ueckermünde und Wolgast: Die Polizei prüft verstärkt, ob Fahrer ihr Smartphone benutzen.
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Jeder zweite Autofahrer nutzt sein Handy ohne Freisprecheinrichtung.
Jeder zweite Autofahrer nutzt sein Handy ohne Freisprecheinrichtung. Monika Skolimowska
Anklam.

Am Donnerstag, dem 20. September, führt die Polizei im Landkreis Vorpommern-Greifswald Kontrollen im Zusammenhang mit der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion sicher.mobil.leben durch. Die Einsatzkräfte der Reviere Anklam, Greifswald, Heringsdorf, Pasewalk, Ueckermünde und Wolgast sowie der Besonderen Verkehrsüberwachung werden an 18 Orten im Landkreis Fahrzeuge kontrollieren und dabei den Fokus auf das Thema „Ablenkung” legen.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Anklam stieg die Anzahl der festgestellten Handyverstöße in den vergangenen Jahren nachweislich an. Wurden im Jahr 2011 noch 493 Verstöße festgestellt, so ahndeten die Beamtinnen und Beamten in 2015 bereits 934 Ordnungswidrigkeiten. Im Jahr 2016 wurden diesbezüglich 1234 Verfahren eingeleitet und mit Stand September 2018 registrierte die Polizei bereits 1221 Handyverstöße.

Jeder Zweite nutzt keine Freisprecheinrichtung

Vor allem Mobiltelefone sind ständiger Begleiter und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Vielen Fahrzeugführern sind die Gefahren bei der Benutzung eines Handys während der Fahrt nicht bewusst. Ablenkung am Steuer verringert die Aufmerksamkeit auf das Verkehrsgeschehen und verlängert die Reaktionszeiten.

Die Nutzung von Kommunikationsmitteln während der Fahrt erhöht das Unfallrisiko um mindestens das Vierfache. Die Nutzung eines Smartphones führte 164 Mal häufiger zu einem Unfall im Vergleich zu Kontrollsituationen ohne deren Nutzung. Dennoch benutzt etwa die Hälfte aller Autofahrer das Mobiltelefon während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung.

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