500 EURO FÜR ZWEI KARTEN

Hansa-Fans bieten viel Geld für den Eintritt ins Ostseestadion

Fans des FC Hansa Rostock versuchen, auf Internet-Portalen an Eintrittskarten zu kommen. Ist das überhaupt erlaubt?
Viele Fans des FC Hansa Rostock wollen das Spiel am Sonnabend miterleben. Doch nur 7500 dürfen ins Stadion.
Viele Fans des FC Hansa Rostock wollen das Spiel am Sonnabend miterleben. Doch nur 7500 dürfen ins Stadion.
Rostock ·

Erstmals seit Jahren hat der FC Hansa Rostock am Sonnabend die Chance auf den Aufstieg aus der Drittklassigkeit. Klar, dass viele Fans das Spiel gegen Lübeck miterleben und wenn möglich mit ihrer Mannschaft den Aufstieg in die zweite Liga feiern wollen. Doch nur 7500 Menschen dürfen ins Ostseestadion. Auf Internet-Portalen ist die Nachfrage nach Karten enorm, berichtet die Ostsee Zeitung.

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Manche Fans seien bereit, für den Eintritt ins Stadion tief in die Tasche zu greifen und würden alles versuchen, um ein Ticket zu ergattern. Bei Ebay-Kleinanzeigen etwa gebe es Suchanfragen. Ein Fan habe dort 200 Euro für zwei Karten als Verhandlungsbasis angeboten. Ein anderer wolle sogar 500 Euro für zwei bis drei Karten ausgeben. Einer anderer habe einen originellen Trumpf aus dem Hut gezaubert und einen Hotelgutschein auf Usedom im Tausch gegen Eintrittskarten vorgeschlagen, berichtet die OZ.

Darf man Karten weiterverkaufen?

Aber ist es überhaupt, die Karten weiterzuverkaufen? Sowohl Käufer als auch Verkäufer sollten auf der Hut sein, warnt die OZ. Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern habe auf Nachfrage geraten: „Vorsicht ist bei Ticketkäufen von anderen Personen auf jeden Fall geboten.“ Man müsse sich immer fragen, sind die Tickets echt, wo kommen die her, wer gibt sie weiter. Die Karten könnten auch gefälscht sein.

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Die Verbraucherschützer weisen außerdem auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vereins für den Kartenverkauf hin. Da heiße es, dem Ticketinhaber sei untersagt, Tickets ohne Zustimmung des Veranstalters kommerziell zu verkaufen.

Risiko für beide Seiten

Im schlimmsten Fall müsse der Verkäufer eine Vertragsstrafe zu zahlen und dürfe nie wieder zu einem Spiel des FC Hansa. Der Käufer habe ebenfalls viel Geld verloren, werde nicht ins Stadion gelassen und bekomme auch Stadionverbot für immer und ewig. Das Risiko eines solchen Ticket-Deals tragen also beide Parteien, so die OZ.

Nach Auskunft der Ostseezeitung wurden die Karten zunächst den mehr als 4400 Inhabern der Soli-Dauerkarten angeboten. Für die verbleibenden Tickets hätten die Vereinsmitglieder Vorkaufsrecht. Da werden wohl viele Fans leer ausgehen.

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