POKALSPIEL

Hansa-Fans verstoßen massiv gegen Corona-Auflagen

Am Montag gab es bereits kritische Stimmen – am Dienstag folgten den Worten Taten. Hansa muss beim nächsten Spiel unter Corona-Bedingungen auf Zuschauer verzichten.
Zu wenig Abstand: Hansa Rostock hat gegen Hygiene-Auflagen verstoßen.
Zu wenig Abstand: Hansa Rostock hat gegen Hygiene-Auflagen verstoßen. Danny Gohlke
Schwerin.

Nach Verstößen gegen Corona-Auflagen beim DFB-Pokalspiel des FC Hansa Rostock sollen künftig weniger Tickets verkauft werden. Das kündigte Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) am Dienstag an.

Im Bereich der Südkurve – dort stehen die hart gesottenen Hansa-Fans – sei am Sonntag bei der Partie gegen den VfB Stuttgart massiv gegen die Auflagen verstoßen worden, sagte Bockhahn. Die Fans hatten sich nicht an die vorgeschriebenen Abstände gehalten. Das war sowohl im Stadion als auch später auf Bildern zu sehen.

+++ Aktualisierung: Die Anzahl der Tickets wurde doch nicht reduziert, stattdessen gilt ab dem nächsten Spiel Maskenpflicht für die Fans in der Südtribüne.+++

MV-Sportministerin verweist auf Hygienekonzept

„Allen muss klar sein, dass ein solcher Verstoß dem Verein schadet und zu massiven Sanktionen führen wird, wenn es sich wiederholt.” Der Verein habe in eigener Zuständigkeit bereits Maßnahmen eingeleitet, wozu die Reduzierung der Karten gehöre. Bockhahn weiter: „Wir hoffen, dass alle diesen Warnschuss verstehen.” Auch MV-Sportministerin Stefanie Drese (SPD) hatte stets betont, dass das Hygienekonzept nur funktioniere, wenn sich alle Zuschauer streng und diszipliniert an die Regeln halten würden. Anderenfalls müsste halt wieder ohne oder mit weniger Zuschauern gespielt werden.

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Im Großen und Ganzen aber sei die Umsetzung der Corona-Hygienemaßnahmen gut gelaufen, betonte der Gesundheits- und Sozialsenator. Die meisten Fans hätten sich an die Vorgaben gehalten. Der Verein habe sehr viel getan, um das Hygienekonzept, das er erarbeitet und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt habe, umzusetzen.

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7500 Zuschauer im Ostseestadion

Hansa Rostocks Vorstandschef Robert Marien hatte – im Gegensatz zu Sozialsenator Bockhahn – am Montag ein positives Fazit des Hygienekonzeptes für das DFB-Pokalspiel (0:1) gezogen. Gravierende Verstöße habe es keine gegeben, auch nicht auf der Südtribüne des Ostseestadions, dem Block der Fanszene, hatte er erklärt. Nach dem ersten Testlauf mit einer großen Zuschauerkulisse – 7500 Tickets waren für das Ostseestadion verkauft worden – gebe es aber noch Reserven, räumte er ein. „Es gibt sicher ein, zwei Situationen, wo wir nach steuern müssen.” Hansa erwartet zum Auftakt der 3. Liga am Samstag (14 Uhr) den MSV Duisburg im Ostseestadion.

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