SCHON WIEDER ALLE ZU HAUSE

Hat MV-Regierung Schulen und Kitas zu schnell geschlossen?

Fluch oder Segen? Bei Kita- und Schulschließungen scheiden sich die Geister, entzünden sich hitzige Debatten. Aktuelle Infektionszahlen heizen die Diskussionen weiter an.
Der menschenleere Spielplatz vor der Sankt-Georg-Grundschule in Rostock als Sinnbild der trostlosen Corona-Lage.
Der menschenleere Spielplatz vor der Sankt-Georg-Grundschule in Rostock als Sinnbild der trostlosen Corona-Lage. Bernd Wüstneck
Schwerin ·

Ob im ländlich geprägten MV oder im Großstadt-Kessel Berlin – die Stunden, in denen viele Schüler gerade in den mittleren Jahrgängen ihre Schule in den vergangenen vier Monaten von innen gesehen haben, lassen sich an einer einzigen Hand abzählen. Und auch jüngere Klassen bewegen sich seit Mitte Dezember aus einem Mix aus Distanz-, Präsenz- und Wechselunterricht durch ihre abrupt ins Stolpern geratene Schullaufbahn.

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Dass Schulen vom Großteil der Politik – sei es aus Ideenlosigkeit oder mangels Lobby von Kindern und Jugendlichen – schnell geschlossen werden, müsse jetzt endlich ernster hinterfragt werden, fordert Torsten Koplin von der oppositionellen Linkspartei im Landtag. Als Argumentationshilfe präsentiert der Politiker aktuelle Daten.

Mehr lesen: Schule im Freien wäre vielleicht mal eine Idee.

Konkret: Die Zahl der Neuansteckungen innerhalb der vergangenen sieben Tage, die vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Schwerin täglich aufbereitet werden, lagen bei Krippenkindern im Alter von 0 bis 4 Jahren am Montag mit 106 genauso niedrig wie bei den über 80-Jährigen.

Opposition fordert weitere Richtwerte

Bei den 5- bis 14-Jährigen betrug die Zahl 269 und rangierte damit deutlich niedriger als bei den Altersgruppen der 15-34-Jährigen (546) und der 60- bis 79-Jährigen (465). Und das, obwohl gerade bei den Schulkindern in der vergangenen Woche verstärkt getestet wurde und dies auch die Zahl der entdeckten Infektionen ansteigen ließ.

+++ Alles über Schulen und Corona +++

In der großen Gruppe der beruflichen Leistungsträger zwischen 35 und 59 Jahren bewegte sich die Zahl der Neuinfektionen mit 945 auf einem hohen Niveau. Allerdings handelt es sich um absolute Zahlen – und die Gruppe der 35- bis 59-Jährigen ist größer als die der Kita- und Schulkinder.

Trotzdem: Für Torsten Koplin wartet die Frage, „ob sich die Politik zu schnell zu Kita- und Schulschließungen verführen lässt, auf eine dringende Antwort“. Es gehe jetzt darum, den Bürgern widerspruchsfreie Beschlüsse zu präsentieren. „Aus dem Lagebericht des Lagus, einer nachgeordneten Behörde innerhalb der Landesregierung, lassen sich definitiv auch ganz andere Schlüsse als Kita- und Schulschließungen ziehen“, macht Koplin deutlich. Fakt sei, dass der Lagebericht der Landesregierung derzeit nicht ausreiche, um die Maßnahmen zu rechtfertigen, die sie verhänge.

Politiker fordert Prüfung der Werte

Der Linkspolitiker plädierte in dem Zusammenhang dafür, dass die Aufnahme der altersgruppenspezifischen, intensivmedizinischen Inzidenz (intensivmedizinische Neuaufnahmen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner) und der altersspezifische R-Wert (wie viele Menschen werden durch einen Infizierten angesteckt) geprüft werden müssten.

+++ Mehr zum Thema Kitas +++

Wie komplex das Thema Kita- und Schulschließungen ist, zeigten gestern auch zwei andere Meldungen. Demnach sind laut Lagus neun Kitas – das entspricht knapp einem Prozent der Kitas in MV – derzeit wegen Corona-Infektionen komplett geschlossen und können keine Notbetreuung anbieten. 56 der landesweit rund 1100 Kitas sind von einzelnen Corona-Fällen betroffen. Das sind rund 5 Prozent.

Kommentar von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD): „Die aktuell in Deutschland vorherrschende Virusvariante B.1.1.7 geht mit einer erhöhten Übertragbarkeit einher, sodass wir aktuell bei Kindern eine starke Zunahme der Übertragungen sowohl im familiären Umfeld als auch in Schule und Kita beobachten.“

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Kommentare (18)

...es nur immer wiederholen. Hort und Klasse unserer Tochter sind noch immer zu 85% besucht! Das hat mit einer Schließung nichts zu tun!

und lassen Ihre Tochte endlich zu Hause. Dann ist es schon ein Kind weniger, wenn Ihnen das so wichtig ist.

Arbeiten systemrelevant verstehe dann kann ich solche Töne schwingen. Unmöglich wer wie sie so ein Müll verfasst.

Es geht um uns als Menschen, um unsere Kinder auch in den Schulen, Horten und Kindergärten.

5 Menschen reden miteinander - es lohnt sich ihnen zuzuhören, auch wenn es sehr lang ist....
Ein ehemaliger Familienrichter zeigt Wege auf, lässt uns hinter die Kulissen blicken, ein bekannter Psychologe und Bestsellerautor ebenso.

Ich lege das Video allen ans Herz, die lernen, verstehen und Anregungen zur Selbsthilfe möchten.

https://www.youtube.com/watch?v=y7HUu0pAl0o

mit den Kindern macht, ist strafbar. Irre oder? Und die meisten machen mit, vor allem Ärzte, die die irrsinnige, böse und verachtenswerte Verordnungspolitik macht.
Aber jetzt weiß ich, wie so viele barbarische Machenschaften in die Welt kommen konnten, wie sie die Geschichte beschreibt.
Und es war nicht immer nur die Politik, die Böses und Ungeheuerliches als Fortschritt propagierte. Es waren hauptsächlich Ärzte.

Und die meisten machen mit, vor allem Ärzte, die die irrsinnige, böse und verachtenswerte Verordnungspolitik (macht), nicht macht, aber unterstützt und die Regierung berät, also indirekt macht.

Ich hoffe, dass Sie nie einen Arzt benötigen!
Wundern Sie sich tatsächlich, dass diejenigen, die mit den Auswirkungen der Pandemie DIREKT zu tun haben, in der Mehrheit rational denken?

aber keine Sorge, ich kenne auch den einen oder anderen, die noch das Wort Verhältnismäßigkeit kennen.

da ist der NC doch nur 1 oder kleiner, damit Deutschlands beste Papageien (früh erlerntes "nach dem Mund reden") die Pharmaindustrie kompromisslos unterstützen.

fragen oder tun, was sie will. Für mich ist die Zustimmung zu all den Maßnahmen unverzeihlich:

https://www.kinderarzteugenjanzen.com/ergebnisse-der-maskendiagnostik

Ein ehrenwerter Arzt, der sich wirklich für die Interessen der Kinder einsetzt, während die meisten Ärzte sich politisch konform und sei es auch noch so dämlich, verhalten.

https://www.youtube.com/watch?v=KrhDNb5bZDU

https://www.bitchute.com/video/EzrfoxnDQm3s/

Ein Lockdown für Kinder

Tiefe Missachtung der Kinder

Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz dokumentiert die Politik ihre tiefe Missachtung der Kinder. Sie sind die Einzigen, die von der neuen „bundesweiten Notbremse“ wirklich betroffen sind. Die Ausgangssperren, von Anfang an eine eher symbolische Maßnahme, wurden nach der erwartbaren juristischen und wissenschaftlichen Kritik verkürzt und um Ausnahmen für Spaziergänger und Jogger ergänzt. Das Homeoffice bleibt freiwillig, obwohl sich die meisten Menschen auf dem Weg zur Arbeit und bei der Arbeit begegnen – und obwohl fast 70 Prozent der Deutschen immer noch lieber in die Firma kommen, als zu Hause zu arbeiten.

Aber die Kinder, die sich nicht wehren können und keine Lobby haben – sie müssen in den „harten Lockdown“, hier hat man den Schwellenwert sogar von 200 auf 165 gesenkt. Bei den Jüngsten kennt die überalterte Gesellschaft keine Gnade. Das „Methusalem-Komplott“, das Frank Schirrmacher 2004 beschrieb – es ist längst Realität.

Jeder Ausbruch in einem Altersheim, einer Fleischfabrik, einer Flüchtlingsunterkunft kann künftig sämtliche Schulen des Kreises schließen. Planungssicherheit wird es weder für Kinder, Lehrer noch Eltern geben – und das, obwohl die Schulen nicht stärker zum Infektionsgeschehen beitragen als andere Gesellschaftsbereiche. Die Politik geht – in diesem Fall besonders beschämend – den Weg des geringsten Widerstands.
Manche Politiker behaupten sogar, man würde die Schüler schützen. Sie verweisen auf Fälle von „Long Covid“ bei Kindern und Jugendlichen. Diese sind allerdings selten und unklar. Sie können im Sinne einer Güterabwägung nicht den Ausschlag geben. Denn die Folgen der Schließungen für alle Schüler – ganz besonders für die sozial schwachen unter ihnen – sind längst offensichtlich.

Im Prinzip ein klasse Artikel, der die Katastrophe für die Kinder auf den Punkt bringt, bis auf diesen Satz:

"Es ist die überalterte Gesellschaft, die die Lasten des Lockdowns auf die Schultern der Jüngeren legt – mit dramatischen Folgen."

Nein, es ist nicht die überalterte Gesellschaft (was für eine perfide Wortwahl), die die Lasten des Lockdowns auf die Schultern der Jüngeren legt – mit dramatischen Folgen."

Es sind die Regierungen, die die dämlichen Verordnungen, unter denen sehr, sehr viele Menschen, am meisten die Kinder und vor allem die alten Menschen in den Heimen zu leiden haben.

Ich hoffe, das war keine Absicht, ansonsten spaltet der Autor des Artikels auch wieder die Menschen und betreibt Hetze: Alte gegen Junge.

https://www.welt.de/debatte/article230513423/Infektionsschutzgesetz-Ein-Lockdown-fuer-Kinder.html

nicht in der EU und nicht in Deutschland.
Das habe ich mich vor wenigen Tagen auch gefragt: Wo sind die Kinder?

Was wurde mit ihnen gemacht? Tausende unbegleitete Kinder in staatlicher Obhut spurlos verschwunden

Eine aktuelle Recherche führt zu gruseligen Spekulationen. Über 18.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche, die sich in staatlicher Obhut befanden, sind in Europa spurlos verschwunden. Unklar bleibt, warum die Bundesregierung und die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nicht längst gehandelt haben.

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/511305/Was-wurde-mit-ihnen-gemacht-Tausende-unbegleitete-Kinder-in-staatlicher-Obhut-spurlos-verschwunden?src=XNASLSPREGG

Kinder können einfach mal so verschwinden, dafür geht keiner auf die Straße, interessiert keinen, auch nicht Ursula v. d. Lyen oder Merkel oder Spahn, Wieler und wie sie alle heißen, nicht zu vergessen Lauterbach, es kümmert sie einfach nicht, was in Europa mit Kindern passiert.
Aber Kinder impfen wollen, ihnen Masken vors Gesicht klatschen und die freie Atmung rauben und testen auf Teufel komm raus.

https://www.deutschlandfunk.de/europa-tausende-unbegleitete-fluechtlingskinder-verschwunden.1939.de.html?drn:news_id=1249663

sind genau 13 Personen unter 20 Jahre gestorben, die zuvor PCR-Test positiv waren. Wie wäre es, wenn wir einfach mal den Straßenverkehr einen Lockdown unterziehen würden? Da sind im letzten Jahr 55 Kinder unter 15 verstorben (die nicht zuvor Positiv getestet wurden).

Empathie, das ist alles! Ja, zum Glück sind Kinder und Jugendliche nicht so stark gefährdet. Allerdings gibt es auch in dieser Altersgruppe starke Folgeschäden nach Erkrankungen. Und wenn Ihnen die Älteren keinen Schutz wert sind, dann sagt dies nur etwas über Ihr Empfindungsvermögen aus!
Straßenverkehr wird mit Sicherheit keinem Lockdown ausgesetzt, das Ziel ist es, ihn sicherer zu machen mit neuen Technologien.
Eine Auswirkung des Corona-Lockdown ist übrigens, dass weniger Unfälle im Straßenverkehr und weniger Tote zu beklagen sind.

an Verhältnismäßigkeit. Schrieb auch nur von den Unfalltoten Kindern, nicht von denen durch die Unfälle behinderten oder stark verletzten. Es gibt keine Pandemie, nur in den Medien. Die scheinen Sie ja ausreichend zu konsumieren so wirr wie Sie immer schreiben. Wie viele Jahre gibt es schon die Ziele im Straßenverkehr? Ihnen scheint es an Empfindungsvermögen zu fehlen, wenn Sie ohne Grund Kinder und Jugendliche nicht mehr Leben lassen, Alte in Seniorenheimen an Einsamkeit sterben. Millionen um ihren Arbeitsplatz fürchten. Die Demokratie immer weiter eingeschränkt wird. Spinner wie Sie sind der Grund für die momentane Situation.

verhältnismäßig, dass tausende Schüler seit einem Jahr keine vernünftige Schulbildung mehr bekommen?

Tausende Existenzen vernichtet werden, Menschen abends weggesperrt werden nur mal auf MV bezogen....

Freunde sich nicht mehr sehen dürfen, Selbsthilfegruppen, die es dringend nötig hätten Kontakt zu pflegen, Kinder in ihrer natürl. Entwicklung gestört werden usw.

Das alles seit über einem Jahr als Dauerzustand festgesetzt.

Wegen 270 Menschen, die im Krankenhaus liegen?

Und Sie bezeichnen andere als emphatielos?