ZUSAMMENARBEIT MIT SCHWEINEZÜCHTER

Hat Schwerin Verstöße in den Straathof-Ställen ausgeblendet?

Was wusste die Landesregierung von den zahlreichen Missständen in den Mega-Anlagen des Schweinezüchters? Lange nichts, behauptet sie. Doch die Akten sprechen eine andere Sprache.
Uwe Reißenweber Uwe Reißenweber
Die Schweinezuchtanlage in Alt Tellin.
Die Schweinezuchtanlage in Alt Tellin. Bernd Wüstneck
Schwerin.

Die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (LGMV) hat für insgesamt acht Aufträge des umstrittenen Schweinezuchtunternehmens Straathof rund 165  000 Euro kassiert. Die LGMV gehört mehrheitlich mit 50,5 Prozent dem Land, Aufsichtsratsvorsitzender ist Agrarminister Till Backhaus (SPD). Sogar in Ungarn wurde die...

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Kommentare (1)

213 Verfehlungen bei 207 Kontrollen sind in deutschen Straathof-Anlagen festgestellt worden. Wieviele es darüber hinaus in den weiter östlich gelegenen von der Landgesellschaft zur Genehmigung gebrachten gibt, bleibt spekulativ.
Wahrscheinlich werden es wohl mehr sein, denn Deutschland rühmt sich ja wegen seiner strengen Gesetzte. Das „Wir haben davon nichts gewusst“ kann der Landgesellschafts-Geschäftsführer Volker Bruns getrost stecken lassen. Das glaubt eh niemand. Und die Zusammenarbeit mit Straathof wurde 2012 nur gestoppt, weil die Verstöße nicht mehr zu deckeln waren.
Vor diesem Hintergrund gibt es aber auch keinen Grund, darüber überrascht zu sein, dass eine gemeinnützige Gesellschaft sich die eigene Konkurrenz im Ausland heran zieht. Denn das System Straathof mit immer größeren Mega-Fleischfabriken soll befördert werden. Da geht es längst nicht mehr um Konkurrenz im Ausland. Die Großen fressen die Kleinen. Und das zu befördern, daran verdient die Landgesellschaft. Alles nach Plan. Null Überraschung.