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Die Hausärzte im Land hätten im Sommer mit 70.000 Impfungen pro Woche gezeigt, was sie leisten können, und seien auch in der Lage, dies zu wiederholen, so der Landesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Stefan Zutz. Jens Büttner
Impfaktionswoche

Hausärzte in MV klagen über zu wenig Impfstoff

Hunderte Hausärzte wollen am Wochenende ihre Praxen für Corona-Impfungen öffnen. Viele haben aber nur einen Bruchteil des bestellten Impfstoffes erhalten.
dpa
Schwerin

Der von Ärzteverbänden in Mecklenburg-Vorpommern für Samstag geplante Start in eine landesweite Impfwoche droht seine Signalwirkung zu verfehlen. „Es hakt mal wieder am Impfstoff”, beklagte der Landesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Stefan Zutz. Viele seiner Kollegen hätten nur einen Bruchteil des bestellten Impfstoffes erhalten.

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Statt der jeder Praxis zugesagten 48 Impfdosen seien mitunter nur 12 geliefert worden. „Dafür lohnt es kaum, die Praxis am Wochenende extra zu öffnen”, erklärte Zutz. Er erwarte dennoch, dass sich etwa ein Drittel der landesweit etwa 1000 Hausärzte an der Aktion beteiligen wird. Viele der Praxen hätten an ihre Patienten Termine vergeben.

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Die Hausärzte im Land hätten im Sommer mit 70.000 Impfungen pro Woche gezeigt, was sie leisten können, und seien auch in der Lage, dies zu wiederholen. Wenn die Politik aber ihre Ankündigung wahr machen wolle, bis zum Jahresende 30 Millionen Impfungen zu ermöglichen, dann müsse sie auch genug Impfstoff dafür bereitstellen, mahnte Zutz. Nicht die Kapazitäten der Praxen seien der limitierende Faktor, sondern der bereitstehende Impfstoff.

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Unterstützung erhält er von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Sie forderte den Bund auf, dafür zu sorgen, dass Impfteams und Hausärzten mehr Impfstoff zur Verfügung gestellt wird. „Klar ist, wenn wir beim Impfen und Boostern zulegen sollen, dann brauchen wir auch genügend Impfstoff”, sagte sie am Donnerstag nach den Bund-Länder-Beratungen in Berlin.

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