Lange auf den Sommer gewartet: Eine Möwe auf der Seebrücke von Binz.
Lange auf den Sommer gewartet: Eine Möwe auf der Seebrücke von Binz. Stefan Sauer
21. Juni

Heute ist endlich Sommeranfang!

17 Stunden und drei Minuten: So lang wie an diesem Dienstag wird die Sonne das ganze Jahr nicht mehr scheinen. Und so wird das Wetter.
Neubrandenburg

Nun hat auch kalendarisch endgültig der Sommer begonnen – und zwar ganz genau am Dienstag um 11.13 Uhr auf der Nordhalbkugel. An diesem 21. Juni ist es damit am längsten hell. „Hierbei handelt es sich um ein astronomisches Phänomen. So hat die Sonne an diesem Tag die größte Mittagshöhe über dem Horizont“, erklärte Frank Kaspar, Leiter des Referats Nationale Klimaüberwachung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Wenn keine Wolken am Himmel stehen, wäre es theoretisch der längste Sonnentag.

Am 21. Juni ging die Sonne an einem der nördlichsten Punkte Deutschlands, auf der Nordsee-Insel Sylt, ungefähr um 4.47 Uhr auf. Der Untergang wird gegen 22.08 Uhr erwartet. In Neubrandenburg ging die Sonne um 4.37 Uhr auf und wird um 21.40 Uhr unter gehen, was eine Sonnenscheindauer von 17 Stunden und drei Minuten ergibt. Der längste Tag ist hier also schon ein bisschen kürzer.

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So wird das Wetter

Aus astronomischer Sicht markiert die Sonnenwende den Sommeranfang, für Meteorologen war der hingegen bereits am 1. Juni. „Pünktlich zum Start bringt uns Hoch Frido viel Sonnenschein”, erklärte dazu auch der Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met. Richtig heiß werde es aber eher im Westen, Osten und Süden Deutschlands, der Norden verspricht angenehmere Temperaturen und dazu ebenfalls viel Sonnenschein. „Regional kann es zu Wärme- und Hitzegewittern kommen. Kurz gesagt: der Sommer 2022 ist bereits voll da”, so Jung.

In Mecklenburg-Vorpommern wird das Wetter auch teils windig. Besonders an exponierten Küstenabschnitten ist zeitweise mit Windböen zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Vormittags wird örtlich Regen erwartet, im Tagesverlauf lockert es dann auf. Dabei werden Höchsttemperaturen zwischen 18 und 21 Grad an der Küste und zwischen 20 und 24 Grad im Landesinneren erreicht. In der Nacht zum Mittwoch bleibt es trocken und gering bewölkt. Die Temperaturen sinken auf 11 bis 7 Grad, an der See bleibt es mit 15 bis 10 Grad etwas milder.

Anhaltende Trockenheit

Nach einem rekordtrockenen Frühjahr ist auch der Juni laut dem Meteorologen Jung bisher sehr trocken. Dies sehe man etwa an den Waldbränden in Brandenburg. „Diese dürften bald wieder mehr werden, denn die nächsten Tage bringen schon wieder viel Sonne und so gut wie keinen Regen.” Maximal könne es Schauer und Gewitter geben, diese seien aber nur sehr lokal und damit der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Nach 20 Tagen habe der Juni sein Regensoll erst zu 34 Prozent erfüllt.

Auch am Donnerstag und zum Wochenende könne es sehr warm bis heiß werden. „Immer wieder werden Warmluftvorstöße aus Südwesteuropa berechnet. Besonders heftig könnte es zum Monatswechsel werden.”

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