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Holterdiepolter durch den Nordosten

Ausweichen geht oft nicht, deshalb lautet der Rat vom ADAC: Möglichst langsam durch die Kuhle zu fahren.
Ausweichen geht oft nicht, deshalb lautet der Rat vom ADAC: Möglichst langsam durch die Kuhle zu fahren.
ADAC

Millionen von Euro sind in den vergangenen Jahren in marode Pisten im Nordosten investiert worden. Trotzdem bleibt noch Einiges zu tun.

Sie ist sogar mit dem Geländewagen nur mit Vorsicht zu genießen: Die Dorfstraße von Kagendorf, einem Ortsteil von Neu Kosenow an der B 109 kurz vor Anklam. Das Dorf selbst ist wunderschön: Fachwerk und Reetdächer wechseln sich ab, liebevoll gepflegte Gärten, es ist zu Recht ein Museumsdorf. Allerdings fällt auch die Straße in die Kategorie 19. Jahrhundert: Behauene Feldsteine, an den Rändern durch Landmaschinen in die Tiefe gedrückt, in der Mitte so steil, dass Ölwannen immer in Reichweite der soliden Steine sind. Wer hier nicht langsam fährt, bereut es bitterlich.

Echt übel die Blumenstraße in Pasewalk. Lecker Kopfstein auch hier, besondere Spezialität: die tückischen Querrinnen. Die Straße ist so schlecht, dass ein Durchfahrtsverbot für Laster eingeführt wurde. Und das Verbot wird sogar eingehalten! Dafür sorgen schon die Betonsperren links und rechts. Nützlich, aber auch kein schöner Anblick.

Neubrandenburg:Mitten in Neubrandenburg erinnert die Pfaffenstraße eher an eine Buckelpiste als an eine innerstädtische Straße. Dasselbe gilt für die Jahnstraße. Noch viel schlimmer sieht allerdings der löchrige und versandete Windbergsweg aus, über den immerhin die Evangelische Schule und das Parkhotel zu erreichen sind. Hier ist Abhilfe in Sicht, 2014 sollen Bauarbeiter anrücken. Auch die Lindenhofer Straße, über die man aus Burg Stargard in die Oststadt fahren kann, ist eine klassische Buckelpiste, hier wird ab 2014 gebaut.

Mecklenburgische Seenplatte:In der Seenplatte rund um Neubrandenburg ist die Straße von Burg Stargard in Richtung Rowa völlig hinüber. Das gleiche gilt für das Teilstück von Burg Stargard in Richtung Holldorf. Aber auch im Osten des Landkreises gibt es altertümliche Buckelpisten. Die Pisten nach Ramelow (Stadt Friedland) und Galenbeck sind gar nicht mehr befahrbar.

Gefährlich auch die Autofahrt zwischen Mirow und Peetsch. Die Trasse hatte traurige Berühmtheit erlangt, nachdem sie mehrere Wochen lang überflutet und unpassierbar geworden war. Noch im September soll die Sanierung starten.

Müritzregion:Die Kreisstraße zwischen Lärz und Krümmel gehört zu den gefürchteten Pisten. Halb Uralt-Asphalt, halb Kopfsteinpflaster, ist diese Magistrale nicht unschuldig daran, dass hiesige Eierproduzenten beim Transport im Laster über deutlich mehr „Knickeier“ zu klagen haben als deren Kollegen in anderen Ecken des Landes.

Uckermark:Auch in der Uckermark leiden Fahrzeuge und ihre Besitzer unter diversen Holperpisten. Besonders schlimm trifft es Fahrer, die auf der Landesstraße zwischen Boitzenburg und Klaushagen unterwegs sind. Die Straßen zwischen Kutzerow und Strasburg sowie Klosterwalde und Metzelthin verlangen den Fahrzeugen und ihren Lenkern einiges ab.

Im Templiner Stadtgebiet ist es sogar ein Abschnitt der Bundesstraße 109 (Bahnhofstraße), der leidvolle Durchfahrten in beziehungsweise aus Richtung Zehdenick beschert. Eher unfreiwillig trägt die Landesstraße 23 im Bereich des Templiner Marktes (Mühlenstraße) aufgrund ihres schlechten Zustandes zur Verkehrsberuhigung in der Kurstadt bei. In der Kreisstadt Prenzlau sind vor allem Anwohner in der Winterfeldt-straße und am Durchbruch im Slalomfahren trainiert, um Schlaglöchern auszuweichen. Auf der Landesstraße in Richtung Brüssow wird es am östlichen Ortsausgang auch nicht viel besser. Wer seine Stoßdämpfer testen möchte, der sollte sich die Schenkenberger Straße in Prenzlau nicht entgehen lassen. Viel Vergnügen und gute Fahrt!