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Hooligan-Gruppe mit bis zu 80 Mitgliedern im Visier der Polizei

In einem Video im Internet sind Mitglieder der "Nordischen Wut" zu sehen - maskiert, verpixelt und mit verzerrten Stimmen. 
In einem Video im Internet sind Mitglieder der „Nordischen Wut” zu sehen – maskiert, verpixelt und mit verzerrten Stimmen.
Screenshot Youtube

Es fing an mit einem Video, es folgten Ermittlungen – nun hat das Innenministerium sich zur Hooligan-Gruppe „Nordische Wut” geäußert.

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt gegen eine Hooligan-Gruppe mit zahlreichen Mitgliedern. Nach Schätzung des Innenministeriums umfasst die Formierung namens „Nordische Wut” zwischen 50 und 80 Personen. Das berichtet der NDR unter Berufung auf die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Schweriner Landtag.

Die Hooligans besuchen demnach Spiele von Hansa Rostock. Regelmäßig träfen sie sich mit Fans anderer Fußballvereine zu Schlägereien und stünden in Kontakt mit anderen Hooligan-Gruppen im Ausland. Dem Bericht zufolge stammen die Mitglieder aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, 28 von ihnen befinden sich in der Polizei-Datei „Gewalttäter Sport”, 16 sind vorbestraft, unter anderem wegen Körperverletzung, Raubdelikten und Volksverhetzung. Die Ermittler rechnen einige Mitglieder der rechtsextremen Szene zu.

Die Polizei ermittelt seit Ende September, Anlass war ein Video im Internet. Darin brüsten sich Mitglieder der „Nordischen Wut” mit Gewalttaten und zeigen Massenschlägereien. Die Rostocker Polizei allerdings weiß von der Gruppierung bereits seit ihrer Gründung vor mehr als einem Jahr, heißt es in dem Bericht. Der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter, kritisierte gegenüber dem NDR die späte Reaktion der Behörden. Die Polizei hätte früher ermitteln sollen. Zudem zeigten die Erkenntnisse über die „Nordische Wut”: Gerade im „Bereich Sport” tummelten sich „rechtsextreme, Gewalt suchende Personen”.