DREI TOTE BEI GREIFSWALD

▶ Horror-Unfall durch Handy-Spielerei ausgelöst?

Bei einem Unglück auf der B109 nahe Greifswald kamen drei Menschen ums Leben. Ein Fahrer, der den Unfall ausgelöst haben soll, war womöglich von seinem Handy abgelenkt.
dpa
Der Wagen eines jungen Mannes geriet in den Gegenverkehr und krachte in das Auto eines Ehepaares. Alle drei Insassen sind tot.
Der Wagen eines jungen Mannes geriet in den Gegenverkehr und krachte in das Auto eines Ehepaares. Alle drei Insassen sind tot. Tilo Wallrodt
Greifswald.
Drei Tote und drei Verletzte – das ist die traurige Bilanz eines Unfalls mit drei Autos am Montagabend auf der Bundesstraße 109 bei Greifswald. Wie ein Polizeisprecher sagte, war ein 27-Jähriger bei Diedrichshagen (Vorpommern-Greifswald) mit dem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und mit dem entgegenkommenden Wagen eines 79-jährigen Fahrers zusammengestoßen. Danach fuhr ein weiteres Auto in die Unfallstelle.

Handy kurz vor Unfall aktiv

Nach ersten Ermittlungen der Polizei bestehe der Verdacht, dass der 27-jährige Greifswalder kurz abgelenkt war, hieß es. In seinem Wagen wurde ein Handy gefunden, dass kurz vor dem Unfall noch aktiv gewesen sein soll. Mitarbeiter der Dekra untersuchen den Vorfall aber noch.

Der 27-jährige Autofahrer, der allein im Wagen war, starb noch an der Unfallstelle. Der 79-jährige Fahrer des zweiten Autos und seine 66 Jahre alte Beifahrerin – beide aus dem Landkreis – wurden in ihrem Auto eingeklemmt und von Rettern geborgen. Die Beifahrerin war aber so schwer verletzt, dass sie an der Unfallstelle starb. Ihr Mann erlag einige Stunden später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

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Junge Frau fuhr auf Unfallauto auf

Kurz nach dem Zusammenstoß war eine 20 Jahre alte Autofahrerin von hinten gegen das Auto des Unfallverursachers gefahren. Sie, eine 19-jährige Begleiterin und ein 29-jähriger Mitfahrer erlitten Schocks und mussten ebenfalls medizinisch versorgt werden. Die viel befahrene Bundesstraße 109 war für rund vier Stunden in beide Richtungen gesperrt.

Damit sind bei Unfällen im Nordosten innerhalb von fünf Tagen fünf Menschen gestorben. Zuletzt war am Freitag bei Teterow (Landkreis Rostock) ein 36 Jahre alter Fußgänger von einem Auto erfasst worden und ums Leben gekommen. Kurz zuvor war eine Autofahrerin in Remplin an der Mecklenburgischen Seenplatte bei einem missglückten Überholmanöver eines anderen Fahrers gestorben, mit dessen Wagen ihr Auto zusammenprallte.

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