BEACHCLEANUP

Hunderte Helfer putzen Strand auf Usedom

Alexander Gerst und Greta Thunberg kamen zwar nicht, aber dennoch folgten hunderte dem Aufruf der Stiftung Usedom-Projekt auf die Insel – darunter auch Schwesig, Backhaus und Dahlemann.
dpa
An zehn Orten strömten die Helfer am 1. Beach Clean Up Day mit Müllbeuteln aus, um weggeworfenen und angespülten Müll einzusammeln.
An zehn Orten strömten die Helfer am 1. Beach Clean Up Day mit Müllbeuteln aus, um weggeworfenen und angespülten Müll einzusammeln. Stefan Sauer
Till Backhaus (links), Manuela Schwesig und Patrick Dahlemann beim Strand-Aufräumen auf der Insel Usedom.
Till Backhaus (links), Manuela Schwesig und Patrick Dahlemann beim Strand-Aufräumen auf der Insel Usedom. Stefan Sauer
unge Leute nehmen am ersten großen deutschen Beachcleanup teil, einer Strandreinigungsaktion auf der Insel Usedom.
unge Leute nehmen am ersten großen deutschen Beachcleanup teil, einer Strandreinigungsaktion auf der Insel Usedom. Stefan Sauer
Manuela Schwesig mit den Schüler Maike (l) und Yannic.
Manuela Schwesig mit den Schüler Maike (l) und Yannic. Stefan Sauer
Zinnowitz.

Hunderte junge Leute haben am Freitag auf der Insel Usedom beim Großreinemachen am Strand geholfen. Die Stiftung Usedom-Projekt hatte gemeinsam mit Schülern, Azubis und Studenten zum ersten großen deutschen Beachcleanup an der Ostseeküste aufgerufen.

An zehn Orten strömten die Helfer mit Müllbeuteln aus, um weggeworfenen und angespülten Abfall einzusammeln. Die Insel Usedom hat 42 Kilometer Strand.

Der Wunsch der Veranstalter, den deutschen Astronauten Alexander Gerst und die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg unter den Helfern zu haben, erfüllte sich nicht. Noch im Februar hatten sie dies in der „Ostsee-Zeitung” angekündigt.

Schwesig, Backhaus und Dahlemann halfen

Dafür unterstützten Landespolitiker die Aktion: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Umweltminister Till Backhaus und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (alle SPD) nahmen am Strand von Zinnowitz an der Aktion teil.

Schwesig sagte: „Ich freue mich sehr darüber, dass sich so viele junge Menschen für eine saubere Umwelt und den Klimaschutz engagieren. (...) Hier auf Usedom wird nicht nur geredet. Hier wird auch angepackt.”

Backhaus betonte: „Wir arbeiten hart daran, dass weniger Düngemittel und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft in die Gewässer gelangen.” So seien Kläranlagen saniert und die Gewässerstruktur durch den Rückbau von Wehren und Rohrleitungen verbessert worden.

Talkrunde im Zinnowitzer Theater

Ein großes Problem bleibe der Meeresmüll, der zu 80 Prozent von Land aus eingetragen werde. Hier seien alle gefragt. „Wir sollten auf Kunststoff verzichten, wo er unnötig ist und sorgfältiger bei der Entsorgung sein”, sagte der Minister.

Am Abend war eine Talkrunde im Zinnowitzer Theater geplant. Dazu wird die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer erwartet. Neben der Moderatorin Joey Grit Winkler („Welt der Wunder“), wurden auch Felix Finkbeiner (Gründer von „Plant-for-the-planet“), Frank Schweikert (Deutsche Gesellschaft für Meeresforschung) und Marcella Hansch („Pacific Garbage Screening“) als Gäste genannt.

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