„Baltic Lights“
Huskyrennen auf Usedom für die Welthungerhilfe

Schauspielerin Gerit Kling knuddelt im Ziel einen Husky.
Schauspielerin Gerit Kling knuddelt im Ziel einen Husky.
Stefan Sauer

Ostseestrand und Schlittenhunde haben Tausende Zuschauer zum Baltic Lights Event nach Heringsdorf auf Usedom gelockt.

Stars und Promis aus Musik, Fernsehen, Show- und Sportbusiness sind am Samstag in Heringsdorf auf Usedom beim Schlittenhunderennen „Baltic Lights“ gestartet. Der Fernsehschauspieler Till Demtrøder hat zum vierten Mal zugunsten der Welthungerhilfe zu dem Rennen am Ostseestrand eingeladen.

Die Gäste lenkten auf leichten Wagen Husky-Gespanne über eine sechs Kilometer lange Rennstrecke zwischen den Seebrücken von Heringsdorf und Ahlbeck. Hunde und Wagen wurden von Mushern – professionellen Schlittenhundeführern – bereitgestellt. Sie waren mit rund 400 Huskys nach Heringsdorf gekommen. Besucher konnten in ihrem Camp am Strand einen Blick hinter die Kulissen werfen.

An der Rennstrecke feuerten Tausende Zuschauer die Wettkämpfer auf den vierrädrigen Wagen an. Hinter den Hundegespannen standen unter anderem der Boxer Henry Maske, der Sänger Wolfgang Lippert und die Schauspielerinnen Gerit Kling und Bettina Zimmermann auf den Wagen. Die Sieger sollten erst bei einer Gala am späten Abend bekanntgegeben werden.

Kling war bereits beim Schlittenhunderennen 2017 am Start und hatte sich damals bei einem Unfall schwer verletzt.

Schauspielerin Meierhenrich war die schnellste

Erstmals wurde bei dem diesjährigen „Baltic Lights“-Event ein Speed Race über 600 Meter mit sechs prominenten Startern veranstaltet, darunter Joey Kelly von der Kelly Family und Schauspieler Josef Heynert vom Polizeiruf Rostock. Schnellste war die einzige Frau in diesem Rennen, die Moderatorin und Schauspielerin Nova Meierhenrich.

Viele Starter nahmen erstmals an einem Schlittenhunderennen teil. Sie hatten schon am Donnerstag und Freitag Gelegenheit, „ihre“ Hunde kennenzulernen, einfache Kommandos zum Antreiben der Huskys sowie das Lenken und Bremsen zu lernen. „Ich habe drei Tage mit den Hunden dauergeknutscht“, sagte Meierhenrich nach ihrem Lauf. Es sei schwierig, im Sand zu fahren, obwohl die Strecke planiert worden war.

Zwischen den Rennen baten Promis bei den Zuschauern um Spenden für die Welthungerhilfe. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 50.000 Besucher zu dem Event. Der Eintritt war frei. Im vorigen Jahr waren etwa 100 000 Euro Spenden zusammengekommen. Die Baltic Lights sollten am Sonntag mit Rennen der Profi-Musher fortgesetzt werden.