„Prepper"-Szene
Illegale Waffen bei "Nordkreuz"-Chef Marko G. gefunden

Bei dem Gründer der rechten "Prepper"-Gruppe "Nordkreuz" sollen illegale Waffen gefunden worden sein.
Bei dem Gründer der rechten „Prepper”-Gruppe „Nordkreuz” sollen illegale Waffen gefunden worden sein.
Nordkurier

Offenbar wurden bei dem Gründer der rechten „Prepper”-Gruppe „Nordkreuz” illegale Waffen gefunden. Insgesamt wird in MV gegen acht Personen aus der Gruppe ermittelt.

Marko G. ist der Gründer der rechten „Prepper”-Gruppe „Nordkreuz”. Offenbar wurden bei ihm illegale Waffen gefunden. Denn gegen ihn wird wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Waffengesetz ermittelt, wie die Schweriner Staatsanwaltschaft dem Nordkurier am Donnerstag bestätigte. Die Ermittlungen in diese Richtung laufen bereits seit einiger Zeit, laut Oberstaatsanwältin Claudia Lange seien sie durch eine kürzlich gegebene Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Peter Ritter in den Focus der Öffentlichkeit gerückt.

Ermittlungen gegen acht Personen

Dort war zu erfahren, dass im Zusammenhang mit der rechten Prepper-Gruppe „Nordkreuz” gegen acht Personen in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt wird. In fünf Fällen gehe es dabei um mutmaßliche Verstöße gegen das Waffengesetz, einmal zusätzlich um einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontroll- und Sprengstoffgesetz und im sechsten Fall um den Verdacht des Erwerbs und Besitzes von kinderpornografischem Material.

2017 hatten Ermittler die Räume zweier anderer Beschuldigter in MV wegen Terrorverdachts durchsucht. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wirft dem Polizisten aus der Nähe von Schwerin und einem Rostocker Anwalt, der in der Bürgerschaft der Hansestadt sitzt, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.

„Todeslisten” vorbereitet?

Für den Fall des Verlusts der staatlichen Ordnung sollen die beiden Mitglieder eine „Todesliste” von Personen aus dem linken Spektrum vorbereitet haben und beabsichtigt haben, diese Menschen zu eliminieren. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe weitgehend zurück.

„Prepper” bereiten sich mit Vorräten auf Krisen oder einen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vor – manche kalkulieren den Einsatz von Waffen ein.

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 31. Januar, aktualisiert.