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Immer mehr Wohnungseinbrüche im Nordosten

Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt wieder.
Jens Büttner

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden ist für Betroffene meist ein Schock. Bundesweit nehmen die Fälle wieder zu. Zum Tag des Einbruchschutzes am Sonntag geben Polizisten Tipps, wie man seine Wohnung sichern kann.

Nach jahrelangem Rückgang steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche bundesweit seit 2009 wieder an. 2012 gab es in Deutschland laut Kriminalstatistik rund 144 000 Fällen, 8,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sei ein Anstieg zu beobachten, teilte Synke Kern, die Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe bei Schwerin, mit. 2012 gab es im Nordosten 1413 Fälle von Einbruchsdiebstählen, 2011 waren es 1334 Fälle und in den Jahren 2010 und 2009 jeweils 1263. Für dieses Jahr werde eine weitere Zunahme erwartet, die Fallzahlen stiegen im Vergleich zum vorigen Jahr leicht an, erklärte die Sprecherin.

Dabei machten den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder sogar schwere psychische Folgen nach einem erlittenen Einbruch häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden, hieß es. Dieser liege bundesweit pro Jahr bei 400 Millionen Euro. Gern schlügen die Diebe zu, wenn die Bewohner verreist oder tagsüber zur Arbeit sind. Gerade in der dunklen Jahreszeit gehe die Zahl der Wohnungseinbrüche wieder nach oben, warnte die LKA-Sprecherin. Einbrecher nutzten günstige Gelegenheiten wie schlecht gesicherte Türen und Fenster rigoros aus, betonte sie.

Einfach Maßnahmen erhöhen die Sicherheit

Der Tag des Einbruchschutzes zum Ende der Sommerzeit steht am Sonntag (27. Oktober) unter dem Motto "Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit". Die durch die Zeitumstellung "gewonnene" Stunde sollten Bürger nutzen, um sich über den Schutz ihres Eigentums zu informieren und Sicherheitsempfehlungen der Polizei umzusetzen, hieß es.

Schon einfache Maßnahmen erhöhen die Sicherheit, wie der Schweriner Präventionsbeamte Michael Schubbe betonte. So sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren verschlossen, Haus- und Wohnungstüren abgeschlossen werden. "Gekippte Fenster sind offene Fenster", warnte der Experte. Schlüssel dürften niemals außerhalb der Wohnung versteckt werden, bei Verlust müsse das Schloss gewechselt werden.