Im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum von Neubrandenburg sind rund 1000 der Mitarbeiter bereits geimpft, 200 stünden auf der Wa
Im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum von Neubrandenburg sind rund 1000 der Mitarbeiter bereits geimpft, 200 stünden auf der Warteliste für die Erstimpfung. SEIDEL
Nach zögerlichem Beginn

Impfbereitschaft in MV-Kliniken steigt

Die Impfung gegen das Coronavirus gilt als die wichtigste Waffe zur Bekämpfung der Pandemie. Berichte über „Impfskeptiker” in Kliniken sorgten für Stirnrunzeln. Das scheint sich geändert zu haben.
dpa
Schwerin

Die Bereitschaft des medizinischen Personals in den Kliniken zu einer Impfung gegen das Sars-CoV-2-Virus hat sich in den vergangenen Wochen spürbar verbessert.

Nach Berichten über Zurückhaltung gegenüber der Impfung zu Beginn der Kampagne Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres melden die Kliniken aktuell vor allem auf den Stationen mit direkten Kontakten zu Covid-19-Patienten beziehungsweise der Möglichkeit von Kontakten Impfquoten von rund 90 Prozent. „Diese Mitarbeiter wissen, was alles passieren kann, wenn man Covid-19 hat”, sagte beispielsweise der Tropenmediziner von der Unimedizin Rostock, Emil Reisinger.

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Vertrauen in Impfstoffe gestiegen

Auch der Leiter des Impfteams an der Unimedizin Greifswald, Christian Scheer, berichtete von unterschiedlichen Quoten: „Die Bereitschaft ist vor allem bei Ärzten und in der Forschung hoch. Wir gehen davon aus, dass die Impfbereitschaft noch weiter steigen wird, im Moment liegt sie durchschnittlich bei rund 60 Prozent.”

Die Klinik setze auf Aufklärung und Gespräche und biete regelmäßige Online-Informationsveranstaltungen an. Flankiert werde dies von einer Plakatkampagne. „Das hat dazu geführt, dass das Vertrauen in die Impfstoffe nach und nach deutlich gestiegen ist”, betonte Scheer.

Wie Reisinger sagte, sei zu beobachten, dass mehr Leute zum Impfen kamen, nachdem die ersten Impfungen gut vertragen wurden. „Man kann die Menschen nicht zwingen, sich impfen zu lassen”, betonte er. Druck aufbauen, helfe nicht, es werde das Gegenteil erreicht.

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Impfungen in Rostock und Stralsund

Die Pandemiebeauftragte des Klinikums Südstadt Rostock, Melanie Jäckel, sprach von einer hohen Impfbereitschaft. Bereits 450 Mitarbeiter hätten ihre zweite Impfung erhalten, bei 150 steht die zweite noch aus. Auf der Warteliste sind weitere 300 Mitarbeiter angemeldet, die sich auch gern impfen lassen möchten. „Wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, wären zwei Drittel der Belegschaft immunisiert.” Jäckel ging davon aus, dass sich noch weitere Mitarbeiter nachträglich für die Impfung entscheiden werden.

Im Helios Hanseklinikum Stralsund liegt die Impfquote bei mehr als 75 Prozent. „Wir erachten die Impfung als einen wichtigen Beitrag, die Corona-Pandemie zu bekämpfen”, sagte Geschäftsführer David Kayser. Er sei froh, dass sich immer mehr Mitarbeiter für eine Impfung entscheiden. In der Helios Klinik Schwerin sind bereits rund 50 Prozent geimpft, die Bereitschaft dazu liege bei mehr als 80 Prozent.

„Die Einsatzleitung im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg freut sich über die hohe Impfbereitschaft”, hieß es. Bei einer Umfrage vor Beginn der Impfungen hätte sich der größte Teil der Mitarbeiter noch abwartend gezeigt. Inzwischen seien rund 1000 von ihnen geimpft, 200 stünden auf der Warteliste für die Erstimpfung.

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