Neues aus Usedom

In Bansin soll ein Fischerei-Erlebniszentrum entstehen

In Bansin soll ein Fischerei-Erlebniszentrum im Haus des Gastes und rundherum entstehen. Der Nordkurier hat mit dem beauftragten Architekten gesprochen, um Details zu diesem Vorhaben in Erfahrung zu bringen.
So sehen die ersten Vorstellungen zum künftigen Fischerei-Erlebniszentrum des Architekturbüros Rimpf aus. © Rim
So sehen die ersten Vorstellungen zum künftigen Fischerei-Erlebniszentrum des Architekturbüros Rimpf aus.Architekturbüro © Rimpf
Natürlich wird es auch ein Boot der Usedomer Fischer aus nächster Nähe zu sehen geben.
Natürlich wird es auch ein Boot der Usedomer Fischer aus nächster Nähe zu sehen geben. © Andrea Schwingel – stock.adobe.com
Der Fischgenuss soll im Erlebniszentrum nicht zu kurz kommen, weshalb es auch Gaumenfreuden geben wird.
Der Fischgenuss soll im Erlebniszentrum nicht zu kurz kommen, weshalb es auch Gaumenfreuden geben wird. © Adobe_Animaflora Piccstock
Bansin

„Das Haus des Gastes soll zu keinem Museum werden, sondern zu einem echten interaktiven Erlebniszentrum“, so Stefan Rimpf. Die Besucher können hier eines Tages in verschiedenen Bereichen, Rimpf spricht von „Trittsteinen“, erleben, wie die Fischerei einst betrieben wurde und auch unter heutigen Bedingungen im Nebenerwerb erfolgt: dass die Fischer ihren Fisch anlanden, der Fisch geräuchert wird, dass die Besucher frischen Fisch kaufen und auch an Ort und Stelle in einem Restaurant genießen können.

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Mit dem Kutter hinaus in den Orkan fahren

„Historie und Gegenwart sollen gleichermaßen erlebbar sein“, so der Architekt. Zum Erleben gehört nach seinen Vorstellungen auch etwas ganz Besonderes: eine Fahrt im Kutter „hinaus“ in den Orkan. „Wie wir das technisch umsetzen, dazu entwickeln wir, auch unter Mithilfe von weiteren Experten, noch Ideen“, blickt der Mann aus Eckernförde voraus. Er möchte mit dieser „Fahrt in den Orkan“ alle menschlichen Sinne ansprechen – bis hin zu der Tatsache, dass es bei Sturmgeheul kräftig regnet und sich der Kutter in den „Wellen“ auf und nieder bewegt.

Um diese Pläne umsetzen zu können, sind vorab noch einige weitere Schritte notwendig. So sollen die Rettungsschwimmer nach der Saison 2021 aus dem Haus des Gastes ausziehen. Das kann deshalb geschehen, weil in diesem Oktober mit dem Bau des neuen Hauptrettungsturmes in Bansin begonnen werden soll.

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Erlebniszentrum soll wesentlicher Teil von „Kaiserbäder-Erlebnispfad“ werden

Als nächstes zieht die Touristinformation aus dem Haus des Gastes ins Hans Werner Richter-Haus um. Dazu sind dort Voraussetzungen wie ein Anbau und die Installation eines Aufzuges notwendig. Hier sehen die Planungen einen Baubeginn im Frühjahr 2022 vor. Parallel dazu soll für das Hans Werner Richter-Haus eine neue Konzeption umgesetzt werden.

Kurdirektor Thomas Heilmann bezeichnet die Schaffung des künftigen Fischerei-Erlebniszentrums als einen wesentlichen Teil des „Kaiserbäder-Erlebnispfades“. Dazu gehören neben der Ostseetherme Ahlbeck, dem Touristikservicezentrum Heringsdorf außerdem der Umbau des früheres Hauses der Erholung zum „Haus der Erlebnisse“. Das alles jedoch ist noch Zukunftsmusik und soll in den kommenden Jahren ab 2022 Schritt für Schritt umgesetzt werden.

 

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Kommentare (2)

Die deutsche Fischerei ist tod also ergeht man sich in Nostalgie. Ach wie schön waren die guten alten Zeiten als die Fischer am frühen Morgen raus fuhren und am Vormittag mit vollen Booten zurück kamen. Als es noch den Brotfisch den Hering gab der über Jahrhunderte das Silber des Nordens war. Vorbei, Dorsch darf auch nicht mehr gefangen werden und die Fischgeschäfte, so noch da, sind leer. Die Preise sind exorbitant und jenseits von Gut und Böse. Aber macht ja nichts, machen wir eben eine Erlebnisshow draus irgendwie muß man ja den Touris das Geld abnehmen.

gibt vielleicht noch paar Fischer zum ausstellen