FEHLENDE MASKEN

In der Corona-Krise sollen jetzt Gefangene helfen

In den Gefängnissen des Landes werden ab sofort dringend benötigte Schutzmasken hergestellt. Davon sollen auch Seniorenheime profitieren.
In der Nähwerkstatt der JVA Bützow haben die arbeiten schon begonnen.
In der Nähwerkstatt der JVA Bützow haben die arbeiten schon begonnen. Justizministerium
Bützow/Rostock.

Massenweise Schutzausrüstung für die Corona-Krise hat die Bundesregierung bestellt, doch die Lieferung dauert. Und inzwischen werden in vielen besonders kritischen Einrichtungen die Vorräte knapp. Nun sollen Gefangene in Mecklenburg-Vorpommern einen Beitrag leisten. Das gab Justizministerin Katy Hoffmeister am Sonnabend bekannt.

Erste Nähmaschinen laufen

„In Zeiten der Ausbreitung des Coronavirus‘ müssen wir zusammenhalten. Daher freut es mich, dass auch unsere vier Justizvollzugsanstalten in Mecklenburg-Vorpommern sich an der Produktion von Atemschutzmasken beteiligen”, so Hoffmeister. Man habe bereits vor einigen Tagen in den landeseigenen Gefängnissen erste Vorbereitungen getroffen. „Erste Nähmaschinen laufen bereits in der Näherei der JVA Bützow. Nächste Woche werden auch die anderen Justizvollzugsanstalten die Produktionen starten”, so die Ministerin.

Masken zunächst für Insassen und Gefängnis-Personal

Ziel sei es in einem ersten Schritt, dass siech die Gefängnisse autark mit den Masken versorgen können und andere Vorräte geschont werden. Hoffmeister will aber auch prüfen lassen, ob man nahegelegene Seniorenheime mit Schutzmaterial versorgen könne. Pflegeheime und -dienste klagen bereits laut über fehlende Ausrüstung, um Patienten und sich selbst zu schützen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Bützow/Rostock

Kommende Events in Bützow/Rostock (Anzeige)

zur Homepage